Future Shock - Alvin Toffler

Digital Shift: Noch 7 Jahre bis zur letzten Zeitung in den USA [UPDATES]

[POSTING VERÖFFENTLICHT AM 02.11.2010]

Print ist am Ende. – Diese geläufige Prognose klingt, solange Zeitungen und Zeitschriften täglich neu und in Vielzahl erhältlich sind, noch unwirklich, irgendwo zwischen Hypothese und orakelhafter Deutung. Der australische Zukunftsforscher Ross Dason gibt in seiner jetzt veröffentlichten „Newspaper Extinction Timeline Zeitungen in ihrer geläufigen Erscheinungsform noch sieben Jahre, ausgehend von den USA. Mehr Brisanz verleiht seine Einschätzung eine nähere, realistische Betrachtung einzelner Länder und Regionen.

Auf die Zeitung, fertig, los! Paperboy App zur Erkennung von Print-Artikeln gestartet

– Quelle: YouTube

Seit kurzem steht die kostenlose Paperboy App für Android und iPhone Smartphones bereit. Damit kann ein Foto von einem Zeitungs-oder Zeitschriftenartikel aufgenommen werden und die Paperboy Bilderkennung-Technologie nutzt dieses, um die digitale Version des Artikel – sofern vorhanden – zu finden.

So lassen sich digitale Artikel über Social Media verbreiten oder alternativ in der Bibliothek der Anwendung oder in Evernote speichern, einer beliebten Anwendung zur Erstellung und Bearbeitung von Notizen wie Texten über unterschiedliche mobile Geräte hinweg.

Studie zu Paid Content: Verlage wollen Geld!

Na, wenn das mal kein Wunschdenken ist: Einige US-Verlage planen ihre Online-Inhalte kostenpflichtig zu machen. Laut einer Studie des American Press Institutes glauben 51 Prozent der befragten Verlage, dass sie Geld für ihren Content verlangen könnten. 49 Prozent sind sich da nicht ganz so sicher beziehungsweise glauben nicht daran. Trotzdem überlegen 58 Prozent für Content Geld zu verlangen. Ziemlich schräg, da ja offenbar 7 Prozent sich zumindest nicht sicher sind, dass es klappt, trotzdem wollen sie ihr Glück versuchen.
Wirklich interessant ist aber, dass 68 Prozent der befragten Verlage glauben, dass, wenn deren Leser das Bezahlmodell nicht akzeptieren, sie zumindest Schwierigkeiten haben werden das Informationsangebot der Verlags-Websites durch andere Quellen zu ersetzen. Wenn das mal nicht ein wenig zu hochmütig ist…
Auch deutsche Verlage wollen weg vom kostenlosen Content. Beispielsweise die Axel-Springer AG. Deren Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner sagte in einem Interview mit dem Spiegel:
„Für unsere Regionalzeitungen arbeiten wir derzeit an einem Freemium-Modell: Allgemeine Nachrichten sind für den Leser gratis, Premiuminhalte kosten Geld.“
Im gleichen Interview verrät Döpfner aber auch einen wesentlich interessanteren und vor allem realistischeren Weg für Paid Content:
„Für das iPhone von Apple entwickeln wir sogenannte Apps, also kostenpflichtige Angebote, über die man dann welt.mobil, bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert.“
Trotzdem bleibt eine Frage offen:
Wie schafft man für das Web ein Angebot, das so exklusiv und gleichzeitig so interessant ist, dass die Konsumunten bereit sind, dafür Geld auszugeben?

Na, wenn das mal kein Wunschdenken ist: Einige US-Verlage planen ihre Online-Inhalte kostenpflichtig zu machen. Laut einer Studie des American Press Institute glauben 51 Prozent der befragten Verlage, dass sie Geld für ihren (dann Paid) Content verlangen könnten. 49 Prozent sind sich da nicht ganz so sicher beziehungsweise glauben nicht daran. Trotzdem überlegen 58 Prozent für Content Geld zu verlangen. Ziemlich schräg, da ja offenbar 7 Prozent sich zumindest nicht sicher sind, dass es klappt. Trotzdem wollen sie offenbar ihr Glück versuchen.