Facebook-Nutzer und die neue Timeline: Statusmeldungen und Interaktion der Freunde sind wichtiger als das Titelbild

Da haben wir den Beweis: Wer schreibt, der bleibt – auch in Facebook. Die kürzlich neu eingeführte Timeline-Darstellung wird von den Nutzern im Alltag ganz anders verwendet als gedacht. Schade um das aufgeblasene Getue zahlreicher Social-Media-Agenturen und -Berater, die es zum  Start der umgestellten Facebook-Seiten im Prinzip nicht wissen konnten, doch umso mehr über die Bedeutung für die Community gepostet haben. Das künftige Verhalten der Community im Social Web lässt sich eben doch nur wie ein Blick in die Kristallkugel deuten, eben wie im richtigen Leben. Handfeste Beweise liefert eine jetzt vorgelegten Studie, welche das Nutzungsverhalten mittels der Augenbewegungen (Eye-tracking) der Facebook-User erfasst hat.

Was Relevanz-Kennzahlen wie Klout mit dem Social-Media-Erfolg von Marken und Unternehmen zu tun haben

Die gute Nachricht vorweg: Es gibt ein Ergebnis, wenn Social-Media-Aktivitäten gemessen werden. Doch gemäß einer neuen Studie von Brian Solis von der Altimeter Group erfassen die Werte, die Anbieter wie Klout oder TweetLevel ermitteln, eigentlich nichts von dem, was sie vorgeben, nämlich die Reputation von Marken und Unternehmen Social Web abzubilden.

Unternehmen und Community: Was Mitarbeiter von sozialer Software erwarten

Die ersten Tage müssen damals entsetzlich gewesen sein: Kaum waren die Accounts geschaltet, trafen schon E-Mails am Arbeitsplatz der Mitarbeiter ein. Dabei gab es keine funktionierenden Prozesse, mittels derer die Empfänger alle Anfragen, Aufgaben und vielen neuen Informationen ordnen, bearbeiten oder weiterleiten konnten. Zudem platzte das alles in die vorhandene Situation bereits eintreffender Telefonanrufe, Fax-Dokumente und  – ja! – schriftlicher Korrespondenz per Post. Die zwei naheliegenden Möglichkeiten, dem aufkommenden Chaos zu begegnen: Totalverweigerung gegenüber den E-Mails oder die Möglichkeit sich zu arrangieren. Wie die Geschichte dann weiter im professionellen Umfeld abgespielt hat, ist bekannt.
Heute wirkt es geradezu wie ein Dejá-vu: Nur kommt plötzlich Social Media im operativen Arbeitsfeld hinzu. Immerhin gibt es bereits leicht erlernbare und  bequeme Methoden und Tools, um sich in den digitale Raum zu begeben und per mobilem Gerät überall den Prinzipien des Teilens (Sharing) und Zusammarbeitens in der Community (Collaboration) folgend tätig zu sein.

Deutsche sehen im Schnitt acht Videos täglich im Internet

Eine neue Studie die der BITKOM in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von Comscore durchgeführt hat, kommt zu interessanten Ergebnissen:

  • Deutsche sehen sich im Schnitt täglich acht Videos im Internet an.
  • Der Videokonsum im Internet summiert sich dabei auf knapp 50 Minuten pro Tag (im Vorjahr waren es noch 34 Minuten).
  • Neben den typischen Internet-Clips werden verstärkt Serien, Dokumentationen, Comedy-Formate oder ganze Spielfilme angesehen.
  • Unangefochtene Video-Plattform Nr. 1 ist und bleibt Youtube mit einem Marktanteil von 70 Prozent.
Aber was bedeutet das für das Online- und Social-Media-Marketing? Ganz einfach: Videos sind noch wichtiger geworden, als sie es eh schon waren. Gerade in Verbindung mit Blog, Twitter und Facebook entwickeln Youtube-Videos – auch dank der recht guten Platzierung im Google-Suchindex – eine besonders große Wirkung.

Studie: In der IT-Branche ist Social Media am Arbeitsplatz eingezogen

Eine aktuelle Studie der IDC (International Data Corporation) im Auftrag von Unisys beleuchtet umfangreich die Arbeitsplatz-Situation in europäischen IT-Unternehmen im Zusammenhang mit dem integrierten Einsatz von Social Media Kommunikation. Für die jährlich erscheinende Untersuchung wurden gezielt mehr als 1.300 sogenannte iWorker befragt – solche Mitarbeiter in IT-Unternehmen, die täglich Informationstechnologie verwenden, sowie über 260 IT-Entscheider. Im Rahmen der weltweit durchgeführten Studie 2011 wurden neben IT-Angestellten aus Deutschland auch solche aus Belgien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden befragt.