Facebook-Seiten für Unternehmen: Mehr Potential durch Inhalte und Interaktion statt Kampagnen und Viralaktionen

Das Interesse unserer Kunden liegt neben der Planung einer strategischen Vorgehensweise, aussagekräftigen Botschaften und – selbstredend – grandiosen Inhalten auch immer wieder, nachgelagert, auf der Suche nach dem Umgang mit unterschiedlichen Plattformen im Social Web.

Allem voran geht es dabei um die adäquate Bedienung und Bespielung von Blog, Facebook oder Google+, daneben den passenden Einsatz etwa von Instagram und Pinterest, auch angesichts des Hypes darum. In der Regel ist die zentrale Herausforderung, die auftaucht: Wie können wir mehr „Gefällt Mir“-Klicks bzw. mehr Fans bekommen? Die Frage ist berechtigt, denn je  mehr Anhänger, je mehr Menschen die Beiträge der Kommunikationsabteilung lesen, desto größere Popularität kann für eine Idee, eine Marke, ein Produkt oder das Unternehmen erwachsen.

Das Runde ins Eckige: Von kleinen Themen zur großen digitalen Unterhaltung

Die kürzlich zu Ende gegangene Konferenz re:publica in Berlin war vor allem eines: Klassentreffen der Blogger-Gemeinschaft hierzulande. Und was hat es gebracht? In erster Linie viel Lärm um… – Ja, worum eigentlich?

Von außen haben Unternehmen, außer den Sponsoren Partnern – eigentlich die gesamte Wirtschaft – inhaltlich kaum etwas mitbekommen. Dabei haben affine Industrien wie IT, Consumer Electronics und Kommunikation wesentlich weiter den Faden aufgenommen als die Old Economy, so etwa Bau, Chemie oder Maschinenbau. Und wie steht es mit der medial so häufig betrachteten Telekommunikation oder Banken und Finanzdienstleistern: Push-Verbreitung von Informationen oder Dialog?

Video: Social Media in UK verbindet Menschen und Marken

Interessante, aktuelle Zahlen aus Großbritannien: 85% der Einwohner in UK sind online. 64% verfügen über ein Profil in einem sozialen Netzwerk. 90% von ihnen vertrauen den Empfehlungen von Menschen, die sie kennen. Längst haben Marketing-Abteilungen von Unternehmen die immensen Möglichkeiten erkannt, Konsumenten hierüber authentisch und direkt im Dialog zu erreichen:

Quelle: Simply Zesty – via Jason Pollock.tv, via Mashable

Wie eine Community richtig aufgebaut wird

  • Etablieren Sie eine Community dort, wo die angepeilte Zielgruppe ist. Einfach geräuschlos zu beginnen und zu erwarten, dass sich jemand anmeldet, mag als der einfachere Weg erscheinen. Bei geringer Nutzerzahl und angesichts Aktivitätsbereitschaft von Teilnehmern, die sich in der Regel über mehrere Plattformen verteilt, beginnen jedoch rasch Monologe. Schlimmstenfalls stammen diese von Mitarbeitern im eigenen Team bzw. sogar den Moderatoren.
  • Entwickeln Sie eine Strategie, unter welchen Kriterien Inhalte ausgewählt und wie diese gepostet werden sollen, zum einen für jede Community bzw. jeden genutzten Kommunikationskanal gesondert, zum anderen in der integrierten Gesamtsicht für ein erfolgreiches Zusammenspiel.

Appetit auf frische Kommunikation 2.0

Ein kurzer Blick in die Kommunikationsküchen genügt: Im Nebel dampfender Web 2.0-Kochtöpfe wird eifrig geschnippelt und gerührt. Am Social Web Wok, dem Anlaufpunkt kommunikativer Culinaria, tummeln sich zahlreiche – warum eigentlich nicht – selbsternannte Experten. Dazwischen drängeln sich lautstark eine Reihe Platzhirsche – Agentur-Mitarbeiter aus Public Relations, Direkt- und Viralmarketing und Werbung, die mitunter irritiert darauf reagieren, dass die frischen Macher eifrig mitmischen.

Weiter versalzen oder anständig pfeffern?

Immerhin ist das Verlangen nach ewig vor sich brutzelnder Info-Hausmannskost, wie sie den Stammgästen seit jeher kredenzt wird, gering und sinkt weiter. Die Ursachen dafür? Ein Blick ins Restaurant zeigt: Nicht erst seit gestern sitzt eine ganz neue, hungrige Klientel an der großen Tafel des Informationsaustausch.