Was Relevanz-Kennzahlen wie Klout mit dem Social-Media-Erfolg von Marken und Unternehmen zu tun haben

Die gute Nachricht vorweg: Es gibt ein Ergebnis, wenn Social-Media-Aktivitäten gemessen werden. Doch gemäß einer neuen Studie von Brian Solis von der Altimeter Group erfassen die Werte, die Anbieter wie Klout oder TweetLevel ermitteln, eigentlich nichts von dem, was sie vorgeben, nämlich die Reputation von Marken und Unternehmen Social Web abzubilden.

Wie Marken im Umgang mit negativen Kommentaren und Kritik auf Facebook lernen

– Bild: Hyperweb

Die unsinnigen Spielereien des FC Bayern München haben kürzlich große Wellen im Social Web ausgelöst. Nach dem großen Fan-Zulauf angesichts der Ankündigung auf der Facebook-Page des Vereins, dass ein Reservekandidaten für den Spieler Mario Gomez verpflichtet werde, sorgte die Auflösung der undurchdachte PR-Aktion für Enttäuschung und Abwendung. Auf seiner Facebookseite, die eigentlich durch den Gag mit mehr Zulauf profitieren sollte, kann sich der deutsche Rekordmeister und Champions League-Teilnehmer vor negativen Kommentaren kaum retten.

Relevanz von Unternehmen in Social Media – und drei große Irrtümer darüber

Klar, viele Social-Media-Plattformen, allen voran WordPress, Facebook und Twitter sind kostenlos nutzbar. Aber es braucht bemerkenswerterweise – viel – Zeit und Anstrengungen, eine ordentliche Schlagkraft, brauchbare Reichweite und dauerhaft passablen Einfluss, gleich ob auf Multiplikatoren wie Blogger oder auf konsumierende Zielgruppen zu gewinnen. Insofern ist es nur dann kostenlos, wenn investierter Zeit und eingesetzten Erfahrungen kein Wert beigemessen wird.

Blog-Kommentare (Teil 2): Diskussion anheizen, Zeitpunkt treffen, Stil wahren

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung eines vorangegangenen Postings in diesem Blog.

Der vermutlich beste Zeitpunkt, ein Posting zu kommentieren, ist der früheste: Wenn es vorher noch keinen gab, ist die Chance am größten, von allen folgenden Lesern wahrgenommen zu werden und Anerkennung zu erhalten. Es wirkt erheblich, besonders dort zu kommentieren, wo üblicherweise Blogbeiträge vergleichsweise häufig getwittert und mittels anderer Tools geteilt werden. Auf diese Weise werden auch entsprechende Kommentare möglicherweise gesteigerte wahrgenommen.

Wenn Leser Kommentare im Blog hinterlassen, die informativ sind oder die Diskussion anheizen, zeigt dies der Leserschaft, welchen hohen Aufmerksamkeitsgrad aktive Leser der Teilöffentlichkeit gerade diesen Inhalten beimessen. Dies kann umgekehrt zusätzlichen Traffic, weil wiederholte Rückkehr, und zudem neue Leser bringen.

Blog-Kommentare – unterschätzte Perlen der Glaubwürdigkeit

Viele Betreiber von Unternehmens-Blogs verstehen heute immer noch nicht, wie Kommentare zu eigenen Postings zu einer zielführenden und wirksamen Kommunikation beitragen können. Durch das Posten von Meinungen als wertvolle Diskussionsbeiträge und Erweiterung über die Inhalte hinaus, die ein Blogbeitrag im Zusammenhang mit dem besetzten Themenbereich liefert, kann dies für zusätzlichen Zulauf sorgen und die eigene Expertise im Geschäftsfeld unterstreichen.

Appetit auf frische Kommunikation 2.0

Ein kurzer Blick in die Kommunikationsküchen genügt: Im Nebel dampfender Web 2.0-Kochtöpfe wird eifrig geschnippelt und gerührt. Am Social Web Wok, dem Anlaufpunkt kommunikativer Culinaria, tummeln sich zahlreiche – warum eigentlich nicht – selbsternannte Experten. Dazwischen drängeln sich lautstark eine Reihe Platzhirsche – Agentur-Mitarbeiter aus Public Relations, Direkt- und Viralmarketing und Werbung, die mitunter irritiert darauf reagieren, dass die frischen Macher eifrig mitmischen.

Weiter versalzen oder anständig pfeffern?

Immerhin ist das Verlangen nach ewig vor sich brutzelnder Info-Hausmannskost, wie sie den Stammgästen seit jeher kredenzt wird, gering und sinkt weiter. Die Ursachen dafür? Ein Blick ins Restaurant zeigt: Nicht erst seit gestern sitzt eine ganz neue, hungrige Klientel an der großen Tafel des Informationsaustausch.