Das Runde ins Eckige: Von kleinen Themen zur großen digitalen Unterhaltung

Die kürzlich zu Ende gegangene Konferenz re:publica in Berlin war vor allem eines: Klassentreffen der Blogger-Gemeinschaft hierzulande. Und was hat es gebracht? In erster Linie viel Lärm um… – Ja, worum eigentlich?

Von außen haben Unternehmen, außer den Sponsoren Partnern – eigentlich die gesamte Wirtschaft – inhaltlich kaum etwas mitbekommen. Dabei haben affine Industrien wie IT, Consumer Electronics und Kommunikation wesentlich weiter den Faden aufgenommen als die Old Economy, so etwa Bau, Chemie oder Maschinenbau. Und wie steht es mit der medial so häufig betrachteten Telekommunikation oder Banken und Finanzdienstleistern: Push-Verbreitung von Informationen oder Dialog?

Nachschlag re:publica 2011 (#rp11)

Eines kann schon mal festgestellt werden: Die Besucher der diesjährigen re:publica müssen alle arbeitslos oder Privatiers, sprich echte Berliner, sein. Wie sonst ist zu erklären, dass Hinz und Kunz schon am Wochenende bzw. am Montag massenhaft ihre Eindrücke vom größten deutschen Blogger-Kongress online gestellt haben? Ich selbst komme jetzt erst dazu – Kunden gehen vor!

Auf der anderen Seite: Der Vorteil, wenn man so spät dran ist, reift hingegen, sodass man nicht mehr viel zu schreiben braucht, denn (fast) alles, was gesagt werden muss, ist schon gesagt. Am besten hat es, finde ich, Wenke Richter alias @digiwis zusammengefasst: „re:publica 11 – eine Bloggerkonferenz ohne Visionen und Konzepte„. Scheinbar auf einer ganz anderen Veranstaltung war hingegen Kerstin Hoffmann alias @PR_Doktor.

Etabliert: webcific coffee @ re:publica 2011

Es war eine spontane Idee im Vorfeld der diesjährigen re:publica (#rp11). Ein Blick in den Veranstaltungskalender (und natürlich einer Rücksprache mit den Veranstaltern) der größten deutschen Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft zeigte uns vor allem eines: Social-Media, Blogging und gesellschaftlicher Wandel haben auf der re:publica keinen Platz, sobald es um deren Einsatz im geschäftlichen und kommerziellen Umfeld geht. Dabei ist gerade das der Bereich, in dem die Post abgeht und zwar vehement. Denn die gesellschaftliche Relevanz des neuen Web spiegelt sich selbstverständlich auch im – von den Berliner Veranstaltern scheinbar so verpönten – Business-Umfeld statt. Social Media, PR 2.0, agile Kommunikation, Enterprise 2.0 also, bedingen deshalb auch in Unternehmen, Agenturen und sonstigen Organisationen (etwa Verbänden, Behörden, Bildungseinrichtungen, etc.) ebenfalls große Veränderungen.

Transparenz, Netzneutralität, Datensicherheit: Digitale Gesellschaft ist gegründet [UPDATED]

Die Web-Gesellschaft in Deutschland kommt einen wichtigen und richtigen Schritt weiter: Rechtzeitig zum Auftakt der re:publica 2011, der größten deutschen Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft in Berlin, gründet sich die gemeinnützige Digitale Gesellschaft. Mit der Idee wird das Ziel verfolgt, „eine kampagnenorientierte Initiative für eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik zu schaffen“ (Co-Initiator Markus Beckedahl).

Zentrale Themen der Initiative, die vorwiegend von bekannten Persönlichkeiten des Social Web getragen wird, sind

re:publica 11 – die ersten Eindrücke

Die diesjährige re:publica, oder kurz #rp11 ist noch keine Stunde alt. Dennoch hier die ersten Eindrücke:

  • Der Laden brummt! Es sind mehr Leute denn je da, die Schlangen am Eingang waren riesig.
  • Die Abordnung aus München ist riesig! Warum pilgern wir immer nach Berlin um uns zu treffen? (Stichwort Munich Web Week).
  • Nicht nur Hinz und Kunz sind da, auch ein großer Teil der deutschen Web-Prominenz wurde schon gesichtet.
  • Wieder ist die re:publica geprägt durch politische und gesellschaftliche Themen. Ja, das ist Tradition und auch gut so. Aber ein paar Business-Themen würden nicht schaden. Deshalb meet us at webcific coffee @re:publica11 (Facebook-Link), da wird es um das Spannungsfeld Business und Social Media gehen.