Sammelpunkt statt Infoschleuse: Warum Unternehmen Presseseiten im Social Web öffnen sollten

Wozu werden PR-Informationen exklusiv Journalisten vorbehalten, obwohl im Verhältnis immer weniger von ihnen für eine herkömmliche Verbreitung sorgen?

Mit aufwändig produzierten Informationspaketen arbeiten Pressestellen der Unternehmen für die Versorgung von Journalisten. Von innen betrachtet ist das alles oft mit viel Einsatz erstellt, taktisch auf den Punkt geplant herausgegeben – zur Ankündigung der Produkte, für die Unterstützung der Marke oder an saisonalen Höhepunkten. Und von außen, aus Sicht der Redakteure, ist es dann doch wie ein Dauer-Platzregen an Informationen.

Das deutsche Konversations- und Social-Media-Prisma Version 2.0


Es ist noch gar nicht so lange her, da hat ethority die Version 1 des deutschen Konversations- und Social-Media-Prismas (übrigens nach einer Idee von Brian Solis) vorgestellt. Nun präsentiert die Hamburger Agentur die aktualisierte Version 2. Unterschiede zur ersten Version finden sich übrigens vor allem im Bereich Twitter. Die hochauflösenden, und damit besser lesbaren Varianten gibt es übrigens hier.

Appetit auf frische Kommunikation 2.0

Ein kurzer Blick in die Kommunikationsküchen genügt: Im Nebel dampfender Web 2.0-Kochtöpfe wird eifrig geschnippelt und gerührt. Am Social Web Wok, dem Anlaufpunkt kommunikativer Culinaria, tummeln sich zahlreiche – warum eigentlich nicht – selbsternannte Experten. Dazwischen drängeln sich lautstark eine Reihe Platzhirsche – Agentur-Mitarbeiter aus Public Relations, Direkt- und Viralmarketing und Werbung, die mitunter irritiert darauf reagieren, dass die frischen Macher eifrig mitmischen.

Weiter versalzen oder anständig pfeffern?

Immerhin ist das Verlangen nach ewig vor sich brutzelnder Info-Hausmannskost, wie sie den Stammgästen seit jeher kredenzt wird, gering und sinkt weiter. Die Ursachen dafür? Ein Blick ins Restaurant zeigt: Nicht erst seit gestern sitzt eine ganz neue, hungrige Klientel an der großen Tafel des Informationsaustausch.

Social Media Marketing: Mit Offenheit und Dialog Wahrnehmung gestalten

Das Zeitalter der Echtzeitkommunikation hat begonnen. Social Media Marketing wird, strategisch geplant und thematisch gesteuert, die Außendarstellung von Unternehmen und deren Repräsentanten, Marken und Produkten nachhaltig bestimmen.

Binnen kürzester Zeiträume können öffentliche Wahrnehmungen über die unterschiedlichsten Themenfelder und Produkte rapide wachsen – oder unvermutet bei kritischen Anlässen, die über herkömmliche Wege kontrolliert scheinen, kippen.

Besonders gefragt sind neue Formen inhaltlicher Aufbereitung von Themen, eine mitunter veränderte emotionale Ansprache und die Nutzung der technischen Möglichkeiten und Plattformen, auf denen sich die Nutzer oft ganz selbstverständlich bewegen.

PR-Agenturen im Web 2.0: Ist der Bus schon weg?

– Bildquelle

Passend zur saisonalen Zeitrechnung zeigte das Bayerische Fernsehen die Reihe Future Kids über Kreativförderung. Eine der pfiffigen Nachswuchs-Ideen: Mittels gedrucktem (!) Fahrplan, technischer Kontakte und weiterer Bausteine wird die traditionelle Fahrplan-Anzeige fast ein wenig revolutioniert, indem eine Verbindungsinfo als die kommende markiert wird. – Pointierte Bezeichnung der Erfindung: Ist der Bus schon weg?“

Das kleine Beispiel aus der Welt von Alltag und Technik lässt sich, schematisiert, durchaus auf die Situation professioneller Public Relations übertragen. Und offenbart ein grundlegendes Dilemma: Für Beratungen und deren Vermittler zwischen Industrie und Medien scheint der Bus – synonym Zug – bereits abgefahren. Treffend formuliert es Heike Bedrich in einem Beitrag zum PR-Blogger, indem sie die Frage aufwirft,