Nachschlag re:publica 2011 (#rp11)

Eines kann schon mal festgestellt werden: Die Besucher der diesjährigen re:publica müssen alle arbeitslos oder Privatiers, sprich echte Berliner, sein. Wie sonst ist zu erklären, dass Hinz und Kunz schon am Wochenende bzw. am Montag massenhaft ihre Eindrücke vom größten deutschen Blogger-Kongress online gestellt haben? Ich selbst komme jetzt erst dazu – Kunden gehen vor!

Auf der anderen Seite: Der Vorteil, wenn man so spät dran ist, reift hingegen, sodass man nicht mehr viel zu schreiben braucht, denn (fast) alles, was gesagt werden muss, ist schon gesagt. Am besten hat es, finde ich, Wenke Richter alias @digiwis zusammengefasst: „re:publica 11 – eine Bloggerkonferenz ohne Visionen und Konzepte„. Scheinbar auf einer ganz anderen Veranstaltung war hingegen Kerstin Hoffmann alias @PR_Doktor.

Wenn es dann doch einmal eine klassische Community sein darf…

In der Steinzeit des Internets, also noch vor wenigen Jahren, ging es Webseiten-Betreibern vor allem um eines: Den Aufbau einer Community. Man wollte in den „Besitz“ der Kontaktdaten von möglichst vielen Lesern, Nutzern, Forumsmitgliedern kommen. Seit Web 2.0 und Social Media hat sich das geändert. Jetzt geht es um „Freunde“, „Follower“ und Verbindungen. Communities, falls man das Konglomerat aus Nutzern verschiedener Plattformen, von Facebook über Twitter bis hin zu Xing, so nennen will, sind damit virtueller denn je. Es gibt nicht mehr die eine geschlossene, sondern viele verteilte Communities und das ist gut so, denn statt harten Kontaktdaten sind nun „Share-of-Voice“, Konversionsrate, und die Zahl der „Friends-of-Friends“ die neuen Währungen.

Allerdings gibt es durchaus gute Gründe doch noch auf klassische Community-Modelle zurückzugreifen. Sinn macht das etwa bei geschlossenen Projekten, also wenn Aussenstehende die Inhalte nicht sehen sollen, oder bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen, etwa einem BarCamp, Kongress oder einer Hausmesse. Die Frage ist nur, wie man so etwas auf Software-Seite realisiert? Glücklicherweise gibt es genug Online-Dienste genau für diese Zwecke.

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