Kürzer, schneller, Twitter – Social Buzz oder Information Overkill?


Täglich bricht es herein: Das Gewitter der Informationen. Die Menge an Postings, Tweets, Links und Videos steht in keinem Verhältnis dazu, wieviel dem Nutzer tatsächlich individuell an Zeit und Aufnahmefähigkeit zur Verfügung steht. Nur für besonders affine Onliner, News-Junkies, könnte der Tag um ein Vielfaches länger sein. Der informative Dauerregen reisst nie ab. Ein Scan des Social Web in Echtzeit bietet Google seit geraumer Zeitnun ist die Suche auch für Deutschland verfügbar.

Es wirkt wenig überraschend, dass der individuelle Informationskonsum gemäß der US-Studie How much information? zusammengenommen täglich eine 12 Stunden-Sequenz ausmacht; allein 100.500 Worte werden durchschnittlich über alle Medien – auch Print – konsumiert.

Twitter für Unternehmen entdeckt

Twitter kommt in der Kommunikation der deutschen Wirtschaft an: Nach erfolgreicher Etablierung durch die „üblichen Verdächtigen“ in besonders affinen Bereichen wie die Pressestellen von eBay, Google und Vodafone (letztere mit eigenem Blog) entdecken jetzt weitere  Branchen und Unternehmen die enormen Dialog- und Kommunikationsmöglichkeiten.

Jetzt hat die discuss & discover, das neue IT-Event in München, das Kommunikationsmedium thematisch aufgegriffen und zur Premiere der Veranstaltung in diesen Tagen eine Vorstellung im Video zusammengestellt – nichts Neues eigentlich, doch  unter dem Gesichtspunkt, dass – offizielle – Kommunikation für Unternehmen häufig noch von Pressemitteilungen und Produktflyern geprägt und bestimmt ist, bedeutet die Einführung des im Wesentlichen Dialog-orientierten und betreuungsintensiven Twitter, sprich Microblogging-Feeds aus jeweils 140 Zeichen-News, einen Riesenschritt für jeden Kommunikationsbereich im Unternehmen oder auf Agenturseite. Dabei ist ganz gleich, ob es vorwiegend im Event-Management, durch Public Relations im herkömmlichen Sinn als Presse-Ansprechpartner, beim Trade Marketing oder  – ganz besonders – in der Werbung eingesetzt wird.

Digital ist die (Medien-) Welt!

Gestern ist in Köln die Messe für digitales Marketing, die dmexco, zu Ende gegangen. In der zugehörigen Pressemitteilung findet sich ein wunderbares Zitat von Amir Kassaei, Chief Creative Officer der Agentur DDB und Sprecher des Art Directors Club:

Digital ist kein Medium, Digital ist die Welt!

Besser kann man es nicht sagen.

Passend dazu drei von fünf Thesen, die Kara Swisher (All Things Digital) in ihrer Session auf der dmexco postuliert hat:

  • Das iPhone hat die Art und Weise, wie Menschen über Computer denken, völlig verändert. Das Web ist durch die Smartphones inzwischen allgegenwertig.