Lassen wir das Web doch einfach zu – auch mit Fotos, auch auf Facebook

Der Teufel steckt oft im Detail, auch in sozialen Medien. Ich meine, welche Dinge sind schon so wie sie scheinen? Haben Sie schon mal Twitter-Follower getroffen, deren Reputation zwar ruhmreich scheint, doch deren Fähigkeit, das Profilbild zu bearbeiten weit darüber liegen? Haben Sie schon mal Bilder auf Facebook entfernt – im sicheren Glauben, diese gelöscht zu haben? – Na also.

Die neue Datenschutzerklärung nutzt Google – aber auch dem Nutzer?

Momentan sieht es bei Google danach aus, dass die Werbevermarktung über den Nutzen siegen könnte. Ohnehin ist es eine Konstante im digitalen Bereich, dass Anbieter immer wieder Nutzungsrichtlinien, Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise ändern. Ziel ist dabei häufig nicht primär der bessere Schutz des Nutzers und dessen Rechte, sondern die Verschiebung der Grenzen, um ein Maximum seiner Daten zu gewinnen. Dafür klopfen verstärkt Datenschützer, Gesetzgeber und nationale Regierungen den betreffenden Unternehmen – siehe zuletzt Facebook – auf die Finger. Bislang schien Google sich in Sachen Produktanpassungen von Facebook zu unterscheiden. Das hat es im Alltag einfach gemacht, Google-Angebote wie Texte & Tabellen oder YouTube zu nutzen, und weniger eine der zahlreichen Apps in Facebook. Parallel wächst so natürlich die Menge an Daten, die Google dadurch sammeln kann, exponentiell.

Google-Analytics und Datenschutz: Viel Aufwand für Webseitenbetreiber

Heute haben Google und „Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte für Datenschutz und Informationssicherheit“ bekannt gegeben, dass ein „Beanstandungsfreier Betrieb von Google Analytics ab sofort möglich“ ist. Angesichts des totalen Versagens seitens Facebook, Webseitenbetreibern Rechtssicherheit hinsichtlich der Verwendung des Like-Buttons zu geben, ist das sehr lobenswert. Leider aber nur auf den ersten Blick!

Denn hinter der Einigung zwischen Google und dem Datenschutzbeauftragten aus Hamburg stecken jede Menge offener Fragen und ein nicht zu unterschätzender Aufwand für Webseitenbetreiber und Blogger (sofern sie Google Analytics nutzen). Außerdem wird sämtliche Verantwortung bezüglich der Verwendung von Google Analytics auf Webseitenbetreiber abgeschoben.

Transparenz, Netzneutralität, Datensicherheit: Digitale Gesellschaft ist gegründet [UPDATED]

Die Web-Gesellschaft in Deutschland kommt einen wichtigen und richtigen Schritt weiter: Rechtzeitig zum Auftakt der re:publica 2011, der größten deutschen Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft in Berlin, gründet sich die gemeinnützige Digitale Gesellschaft. Mit der Idee wird das Ziel verfolgt, „eine kampagnenorientierte Initiative für eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik zu schaffen“ (Co-Initiator Markus Beckedahl).

Zentrale Themen der Initiative, die vorwiegend von bekannten Persönlichkeiten des Social Web getragen wird, sind