Startup Kommunikation Social Media Luftballons

Das ist die vermutlich beste Startup-Kommunikation

Startup Kommunikation Social Media LuftballonsZwei Millionen Dollar für das Kommunikationsthema eines Startups – mit einer Gründer-Präsentation über nichts. Das mag als Einstieg bei potentiellen Investoren zunächst ziemlich verrückt wirken, doch tatsächlich scheint  eine wohl überlegte Methode dahinter zu stecken. Denn – frei nach der Kommunikationstheorie von Watzlawick: Es kann nicht nichts kommuniziert werden.

Der Gründer, dem dies kürzlich gelang, ist  Itay Adam – jemand, der sowohl finanziell als personell bereits gut genug ausgestattet ist, um „The Next Big Thing“ zu entwickeln. Eigentlich ist alles, was ihm zum Glück fehlt, die treffende Idee. Dabei ist er – Zeit seines Lebens Unternehmer – ein großer Fan von Seinfeld.

Nach einem halben Arbeitsleben als Entrepreneur mitsamt immer neuer Kommunikation für erfolgreich und weniger erfolgreiche Neugründungen entschied sich Adam, nun aufs Ganze zu gehen, um Gründungskapital für ein Unternehmen für Nichts zu sammeln – ganz nach dem Vorbild seines Serienhelden.

Ein Anlass – ein Thema – eine Strategie

In der stilbildenden Folge der Sitcom „Seinfeld“, einem TV-Quotenhit der neunziger Jahren, treffen sich Größen des Fernsenders NBC mit Hauptfigur Jerry Seinfield nach einem seiner Auftritte in einem Nachtclub und bitten ihn, ein Motiv für eine TV-Serie zu entwickeln. Sein Freund George wittert die Chance, Sitcom-Drehbuchautor zu werden und kommt auf die Idee, eine Show „über nichts“ zu machen – was tatsächlich funktioniert.

– Quelle: SlideShare / BetaPopcorn

Erfolgreich Investoren wie VCs und Business Angels einfangen

Wie wirksam sich dieses Motiv übertragen lässt, zeigt der Einsatz in der Kommunikation bei Investoren. Adam gelang es so, eine Finanzierung über 2 Millionen US-Dollar von einer international aufgestellten Private Equity-Gesellschaft zu erhalten. Seine ganzer Pitch bestand aus einer 40 Minuten dauernden Präsentation mit lediglich fünf einfachen Charts. Ohne Produkt. Stattdessen als Credo auf der Startseite: „This show is about nothing.“ – Dieser Auftritt ist über Nichts, ein Zitat aus Seinfield.

Presentation Startup BetaPopcorn Itay AdamDamit hat Adam hat eine ganz bedeutsames, weil tragfähiges Leitmotiv für sein noch nicht näher definiertes Unternehmen geschaffen: Es wird unterhaltsam sein. Damit wird der Grundstein für hervorragende Kommunikation gelegt: Ganz gleich, was folgt, wird es ein Ziel sein, in relevanter Weise bei Interessenten und künftigen Kunden Eindruck zu hinterlassen.

„Nobody knows what the next big thing is going to be, it’s all just speculation. My goal is to build a team of five to six people, all veterans with a proven track record, all over the age of 35, to create that next big thing, whatever it may be.“

– Itay Adam

Relevantes Storytelling für optimale Startup Kommunikation

In einer Welt, in der alle neuen Produkte vorwiegend darauf abzielen, das Leben immer einfacher zu machen, sind damit entscheidende Aspekte des Spektrums der Zielgruppe abgedeckt: Relevanz, Einfachheit und sogar früh Emotion, da bereits ein Überraschungseffekt zündet. Dies formuliert die Basis für herausragendes Storytelling über eine aufsteigende Marke. Mit diesem Einstiegsmoment können unzählige neue Zutaten, sprich Themen und Aktionselemente hinzugefügt werden. Gleichzeitig wird es nur eine Nebenrolle spielen, welche Kanäle, Channels oder Partnerschaften zukünftig angesteuert und bespielt werden. Für eine erfolgreiche Ausgestaltung sind frische Ideen stets am besten, wobei auch erfahrene Unterstützung schnell Schwung auf die kommunikative Kette bringen kann.

Thema? Nicht egal!

Damit der praxisnahe Nutzen klar wird, kommen hier erste Tipps zum Einstieg in die richtigen Themen zur Startup-Kommunikation (die sind im Web zwar tausendfach zu finden, doch nicht alle eignen sich als nützliche Grundregel für jeden beliebigen Jungunternehmer):

  • Was ist der Kern der Geschäftsidee?
  • Was ist der Zweck des Produkts oder Services / der Dienstleistung?
  • Welchen Nutzen bringt das Produkt für den Kunden oder Nutzer? Welche Vorteile gibt es? Wo ist die Lücke im Angebot bisher?
  • Wenn die Geschäftsidee erklärungsbedürftig ist: Wie lässt sie sich einfach herunter brechen – wie auf Produktionsbedingungen, Arbeitsfelder oder Lebenssituationen übertragen?
  • Woher kommen die Gründer – wohin wollen sie / was wollen sie erreichen? (Erfolge vs. Träume sind erlaubt!)
  • Was sind besondere Charakteristiken der Mitglieder im Team? (Keine Angst: Jeder hat etwas über sich zu erzählen!)

– The Next Big Thing will happen, anyway. Zurücklehnen also – Zeit für BetaPopcorn!

 – Foto / Credits: Uli Becker / concreteblonde

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