Was zeichnet die Qualität von „valuable marketing content“ aus?

Was zeichnet „wertvollen Marketing Content“ aus?

Ihr kennt wahrscheinlich auch die Herausforderung im digitalen Marketing oder in der Öffentlichkeitsarbeit: „Schafft Themen, wir brauchen dynamischen Content der auf das Google Ranking einzahlt. Hier müssen alle für unser Unternehmen wichtigen Suchbegriffe abgedeckt werden und thematisiert werden.“ Aber ist es auch das was ihre Kunden und potentiellen Kunden lesen wollen? Wie schafft man es erfolgreich den Spagat zwischen Unternehmens- und Kundenwünschen zu machen und „wertvollen Marketing Content“ zu schaffen der auf die Unternehmensziele und Kundenbedürfnisse einzahlt? Was gilt es alles bei einer Content-Strategie zu berücksichtigen? Folgend 8 wertvolle Hilfestellungen die berücksichtigt werden sollten bei der Erstellung von Content Strategien.

1. Wer ist die ZG? Welche Bedürfnisse haben diese? Welche Fragen möchten diese beantwortet wissen?

Es ist maßgeblich sich vor Beginn der Content-Erstellung mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.Wenn das Begehren klar ist, gilt es Themenideen zu generieren: Welche Inhalte zahlen auf die Bedürfnisse und Fragen der Zielgruppe ein? Beantworte ich mit meinen Ideen wirklich das was meine Zielgruppe bewegt und interessiert?

 

Zielgruppenrelevanter Content

Beispiel: Von 1.000 Bundesbürgern findet jeder vierte Befragte (24 Prozent) der Umfrage „Die Werbeakzeptanz bei Bioprodukten“ des Meinungsforschers forsa und der Agentur Fischer Appelt Bio-Werbung nicht ansprechend und unattraktiv. Grund hierfür ist die nach wie vor sehr ökologische Bewerbung von Bio Produkten, obwohl Bio mittlerweile ein Lifestyle-Trend darstellt. Die Zielgruppe fühlt sich von dem Image des Wollpullover Trägers nicht angesprochen und nicht verstanden. Um ein „erfolgreiches Content Marketing“ zu entwickeln muss zwangsläufig die Identifikation der Zielgruppe mit „moderner Lebensart“berücksichtigt werden. Work-Life-Balance, Nachhaltigkeit, Tue Dir und Deinem Körper was gutes, Ausgleich, Erholung, Ausgewogenheit, Bewusstheit für Körper, Sinn, Geist und Umwelt könnten relevante Schlagworte darstellen.

2. Über welche Vorkenntnisse verfügt die Leserschaft?

Die Relevanz der Inhalte ist maßgeblich davon abhängig über welche Vorkenntnisse der Leser bereits zu dem Thema verfügt. Als Content Ersteller empfiehlt es sich, sich mit dem Verständnis-Level der Leserschaft auseinandersetzen und dieses zu berücksichtigen. Inhalte die zu elementar sind oder zu stark die Vorkenntnisse der Leser übersteigen bieten der Zielgruppe keinen Mehrwert! Verfehlen also die Zielsetzung! Damit die Interessenten ggf. nicht unnötige Zeit verlieren, könnten Level Bezeichnungen hilfreich sein:

  • Thema x (geeignet für Personen ohne Vorkenntnisse)
  • Thema y (geeignet für Personen mit Basiswissen)

3. Welcher Content gehört in welchen Kommunikationskanal?

  • In welcher Stufe des Kaufprozesses befindet sich der Leser?
  • Welche Inhalte gilt es zu platzieren?
  • Welche Kanäle eignen sich für due Kaufprozess-Stufe und bringen den meisten Erfolg?
Da nicht jedes Kommunikationsmedium für jede Kaufstufe geeignet ist, gilt es hier sorgsam abzuwägen.
Die folgende Grafik bietet eine kleine Übersicht und Inspirationen an Medien und passenden Einsatzbereichen im Kaufprozess.

Marketing Angebot im Kaufprozess

Marketing Awareness im Kaufprozess

4. Klare und einfache Wortwahl zur Sicherstellung von Mehrwert

Das Internet ist ein schnelles Medium. Die User suchen schnell, gezielt oder zufällig nach Mehrwert und Informationen. Das heißt konkret für die die Content Ersteller: der Inhalt muss schnell und Einfach erfassbar sein und die Leser idealerweise enablen die Inhalte anzuwenden.

Tipp:  Regelmäßig Sprachchecks machen.

In der Regel wollen Unternehmen smart, cool, jung sprechen und schreiben. Sachen gilt es so unkompliziert und klar wie möglich formulieren.

Tipp: Versuche einfach so zu schreiben, als wenn Du Dich mit einem Freund unterhalten würdest.

Beispiel: Ich versuche meiner Mutter zu erklären, was SEO ist: „Wenn Du Dich im Internet befindest und etwas bei Google suchst, z.B. Filialen  +Walmart + Hamburg.
Unter den angezeigten Ergebnissen schaust Du Dir in der Regel nur die erste paar an, da diese dir wahrscheinlich die beste Antwort geben. – Das ist es worum es im Kern bei Suchmaschinenoptimierung geht. Es geht um die Platzierung Deiner Inhalte unter bestimmten Suchworten an bestmöglicher Stelle bei Google.“

Natürlich kann man SEO auch mit Fachbegriffen beschreiben, aber warum kompliziert machen, wenn es auch einfach geht.

5. Content Marketing soll die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen

Zur Untermalung von Thesen ist es relevant diese mit praxisnahen Beispielen zu belegen, um das Verständnis sicherzustellen. Content der die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließt ist wesentlich hilfreicher und wertvoll für den Leser als Tipps ohne Anleitung zur Anwendung.

Beispiel: Mehrwert des Facebook Analyse-Tools: Neben dem Mehrwert: „Auswertung im Zeitablauf“, sollte auch abgebildet werden, wie der Leser das Tool bedienen kann um zu diesen Ergebnissen zu gelangen….click im Administratorenbereich oben rechts auf den Bereich…Idealerweise wird dies zusätzlich durch Videos oder Screenshots gestützt.

6. Gute Beispiele sind passende Beispiele

Relevant ist es Verständnis zu schaffen, wie sich die aufgeführten Beispiele in die Lebenssituationen der Leser adaptieren lassen.

Beispiel: Relevanz von SEO für Baby-Bekeidungshersteller: Bei der Zielgruppe vorzugsweise werdende und junge Mütter ein Thema das hochsensibel und emotional ist. Es geht um Ihre Kinder, die nur Gutes an Ihrer Haut tragen sollen. Alle wollen nur das beste für Ihr Baby und informieren sich im Vorwege im Internet, im ersten Schritt über Suchmaschinen nach gewünschten Produkten und Stichworten, wie: Babykleidung, Babywäsche, Bio Baby Kleidung, Baby Kleidung Stiftung Warentest, Babymarkt, Babystrampler, Babyhosen, Krabbelschuhe, Babybodys, etc.

7.  Einbindung von Marktdaten erhöht die Relevanz und Glaubwürdigekeit

Die Ergänzung von Themen durch Marktdaten, Forschungen stützt die Glaubwürdigkeit. Marktdaten belegen subjektive Wahrnehmungen und Gefühle qualitativ, quantitativ und objektiv. Sie geben so Trends, Ideen und Behauptungen Rückendeckung und erhöhen durch Bestätigung die Relevanz des Themas beim Leser.

Beispiel: Thema: Welche Relevanz wird Social Media in der Zukunft für Unternehmen haben? Dies kann durch eine Studie der BITKOM gestützt werden „, Social Media in Unternehmen“ die belegt, dass: – 62 Prozent der Social Media nutzenden Firmen glauben, dass die Bedeutung von sozialen Medien für ihr Unternehmen in Zukunft steigen wird, bei den Großunterneh- men sind es sogar 89 Prozent.- 41 Prozent der Unternehmen werden in Zukunft mehr in ihre Social-Media-Aktivitäten investieren als bisher. Studie „Social Media in Unternehmen“

8. Darstellung von einfachem, verständlichem Content, erhöht die Nutzung

Ob Inhalte oder Themen wertvoll sind für den Leser oder nicht, ist maßgeblich davon abhängig, ob die richtige Form für den Inhalt gewählt wurde, die das Thema so einfach wie möglich beleuchtet und erklärt. Beispielhafte Formen sind Blogpostings, E-Books, Videos, Podcasts, Infografiken, Präsentationen, Zeichnungen. Die richtige Form ist maßgeblich für die Nutzung der zur Verfügung gestellten Inhalte.

Beispiel: Zur Erläuterung einer Prozesskette, etwa: Wie funktioniert Word of Mouth, empfiehlt sich eine Infografik, eine Zeichnung oder ein Video, die die Effekte visualisiert. Je einfacher die Inhalte dargestellt und verständlich gemacht werden, desto mehr Personen nutzen diesen.

Bild: Visueller Träger: Präsentation, Infografik, Zeichnungen, Video 

Infografik Contenkanäle

 

 

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