Unternehmen und Community: Was Mitarbeiter von sozialer Software erwarten

Die ersten Tage müssen damals entsetzlich gewesen sein: Kaum waren die Accounts geschaltet, trafen schon E-Mails am Arbeitsplatz der Mitarbeiter ein. Dabei gab es keine funktionierenden Prozesse, mittels derer die Empfänger alle Anfragen, Aufgaben und vielen neuen Informationen ordnen, bearbeiten oder weiterleiten konnten. Zudem platzte das alles in die vorhandene Situation bereits eintreffender Telefonanrufe, Fax-Dokumente und  – ja! – schriftlicher Korrespondenz per Post. Die zwei naheliegenden Möglichkeiten, dem aufkommenden Chaos zu begegnen: Totalverweigerung gegenüber den E-Mails oder die Möglichkeit sich zu arrangieren. Wie die Geschichte dann weiter im professionellen Umfeld abgespielt hat, ist bekannt.
Heute wirkt es geradezu wie ein Dejá-vu: Nur kommt plötzlich Social Media im operativen Arbeitsfeld hinzu. Immerhin gibt es bereits leicht erlernbare und  bequeme Methoden und Tools, um sich in den digitale Raum zu begeben und per mobilem Gerät überall den Prinzipien des Teilens (Sharing) und Zusammarbeitens in der Community (Collaboration) folgend tätig zu sein.

Nach einer neuen Studie über Enterprise Social Networking, die von Microsoft beauftragt wurde, sind wenig innere Widerstände unter Mitarbeitern vorhanden – die Ansprüche fokussieren vielmehr auf organisatorische und strukturelle Aspekte. Befragt wurden dazu 202 Entscheider in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter, wo  entweder bereits soziale Netzwerke genutzt werden oder geplant ist, diese einzusetzen.

  • Das Thema Sicherheit steht an erster Stelle: 90 Prozent der Befragten räumen diesem höchste Priorität ein.
  • 57 Prozent würden es bevorzugen, eine Mischung aus bestehender und neuer Social-Software zu verwenden.
  • 18 Prozent würden sogar gern ausschließlich ganz neue Instrumente für Social Media Zusammenarbeit einsetzen.
  • 66 Prozent der Nutzer ist die Integration in bestehende Systeme das wichtigste Anliegen. So dürfte sich auch der mit 65 Prozent hohe Anteil jener erklären, die meinen, dass es „absolut notwendig oder äußerst wichtig“ sei, die unternehmenseigene IT-Abteilung bei der Schaffung eines sozialen Netzwerks Unternehmens zu beteiligen.
  • Erstaunlich: 25 Prozent würden allein die vorhandenen Systeme weiter nutzen wollen.

Ganz gleich, ob ein komplexes System wie Sharepoint von MicrosoftSalesforce, ein SAP-basiertes Produkt oder eine Web-Suite zum Einsatz kommen: Gelingen wird der Aufbruch eines Unternehmens ins Community-Zeitalter nur dann, wenn Bereitschaft und Motivation der Mitarbeiter stimmt, neue Wege zu gehen und nicht stillzustehen. Dies beschreibt Jared Spataro von Microsoft so:

…it’s not just about technology, it’s about how you drive adoption, change management and getting the right people involved in the transformation.

– Nimmt Social Software einen festen Platz in Ihrem Unternehmen, dessen Struktur und Abläufen des Arbeitsalltags ein?
Wie setzen Sie und Ihre Mitarbeiter solche Instrumente ein? Wie üben Kunden und Geschäftspartner aus der Community Einfluss aus?

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