Die neue Datenschutzerklärung nutzt Google – aber auch dem Nutzer?

Momentan sieht es bei Google danach aus, dass die Werbevermarktung über den Nutzen siegen könnte. Ohnehin ist es eine Konstante im digitalen Bereich, dass Anbieter immer wieder Nutzungsrichtlinien, Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise ändern. Ziel ist dabei häufig nicht primär der bessere Schutz des Nutzers und dessen Rechte, sondern die Verschiebung der Grenzen, um ein Maximum seiner Daten zu gewinnen. Dafür klopfen verstärkt Datenschützer, Gesetzgeber und nationale Regierungen den betreffenden Unternehmen – siehe zuletzt Facebook – auf die Finger. Bislang schien Google sich in Sachen Produktanpassungen von Facebook zu unterscheiden. Das hat es im Alltag einfach gemacht, Google-Angebote wie Texte & Tabellen oder YouTube zu nutzen, und weniger eine der zahlreichen Apps in Facebook. Parallel wächst so natürlich die Menge an Daten, die Google dadurch sammeln kann, exponentiell.

So kommt die Zusammenfassung der verschiedenen Nutzungsbedingungen zu einer übergreifenden für alle Google-Produkte sicher nicht von ungefähr und zu einem Zeitpunkt, der gerade noch rechtzeitig ist. Wie bei so vielen Regelungen dieser Art, wird es wohl auch hier kaum möglich sein, inhaltlich Einfluss zu nehmen, es sei denn, bestehende Rechtsvorschriften werden verletzt. Daher sind jegliche persönlichen Überlegungen und Einwände umso berechtigter: Es gilt für jeden Nutzer, die bevorstehenden Bestimmungen für sich zu überprüfen und dafür Sorge zu tragen, im eigenen Ermessen für passende Entscheidungen zu sorgen. Das kann im Zweifelsfall auch bedeuten, sich konsequent bei Google abzumelden und künftig vorhandene alternative Angeboten zu nutzen.

Die wohl beste Möglichkeit, um viele Nutzer auf seine Seite zu ziehen, ist der Aufbau von Vertrauen. Der Aufwand ist ebenso einfach wie kompromisslos: transparente Aussagen, verständliche Formulierungen, ergänzt um einen authentischen Dialog. Deswegen empfiehlt es sich, die neuen Regelungen tatsächlich einmal zu lesen, wenn auch ausnahmsweise.

Konkret:

Veränderungen des Nutzerverhaltens sollte bestenfalls Auswirkungen auf das Geschäftstätigkeit von Unternehmen insgesamt haben. Nur der Fokus auf Forschung, und darunter fällt auch das Sammeln von Kundendaten, bedeutet ein dünnes Brett zu bohren. Ein Unternehmen wird dann nachhaltigen Geschäftsbetrieb aufbauen, wenn klar gesagt wird, was zu erwarten ist, und dies eingehalten und sauber in Produkten umgesetzt wird, die Nutzer dabei unterstützen, was sie verwirklichen wollen – ohne Wenn und Aber.

Das war bei unseren Großeltern so, ebenso bei den Eltern, und wenn auch unsere Kinder damit umgehen sollen, muss es so laufen. Immerhin liegt darin alle neuen Möglichkeiten der Welt des Social Web: in der ständigen Weiterentwicklung von Angeboten, auf Basis des Verständnisses von Kunden und deren Bedürfnissen.

 

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