Effektive Kommunikation für Unternehmen, die sich jetzt und in Zukunft verändern

Wenn Sie auch im Bereich der Kommunikation arbeiten, besonders in einer PR-Beratung oder Social-Media-Agentur, sind Sie mitunter für unterschiedliche, oft wechselnde Branchen tätig. So spüren wir täglich auf’s Neue aus erster Hand den ständigen Druck, unter dem Kunden und Lieferanten, Hersteller und Dienstleister stehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unternehmen sind gezwungen, sich immer schneller anzupassen, fortschrittlicher aufzustellen und ständig besser zu kommunizieren, besser als je zuvor. In der Gegenwart von Echtzeit, Kollaboration und Geschäft, dass in Zukunft auf der stetig wachsenden Kultur des Empfehlens und Teilens, auch in der Wirtschaft, beruht, sind rasch erkennbare und wirksame Ergebnisse oft der Schlüssel zum Erfolg.

Unter diesem Druck, sich immer weiter zu entwickeln und zur Anpassung an die äußeren Bedingungen, suchen viele Kunden auch nach einer Beratung in Bezug auf die Veränderung bestehender Strukturen und Organisationen, vorhandener Prozesse und Verantwortungen. Wie kommunizieren wir Veränderungen gegenüber den Mitarbeitern? Welche Bedeutung haben Anpassungen für Lieferanten? Wie platzieren Sie solche Details bei Partnern, Teilhabern, Aktionären? Da sie ständig mit der Herausforderung konfrontiert sind, ist es fast schon ein offenes Geheimnis, dass so viele Beratungsunternehmen ziemlich stereotype Vorstellungen für die Umsetzung von die Aufgaben haben, die Unternehmen ihnen stellen. Manchmal sind die Gleichförmigen Abläufe allerdings im ersten Schritt nur die Antwort auf eine anfängliche Forderung nach kostenlosen Strategien schon im Pitch um die Bewältigung einer Aufgabe, für die ein Auftrag vergeben wird. Kollege Kaminski hat sich zu dem wiederkehrenden Rahmen in der Vergangenheit treffend dazu geäußert.

Mancher Leser wird sich hier fragen, warum ich das Thema so offensichtlich aufgreife. Die Erfahrung zeigt, dass im Grunde jede Situation, jedes geschilderte Problem, jede Veränderung spezifisch ist – anders eben. Klar, die ganz großen Kommunikationsexperten unter uns haben schon alles gesehen, auch seitdem die digitale Kommunikation Einzug gehalten hat, Social Media schleichend bestehende Wege wie E-Mail-Newsletter ablöst, Kampagnen nicht mehr den Wegen der Kunden begegnen.

Da in manchen erfolgreichen Unternehmen tatsächlich Veränderungen in allen Abläufen die einzige Konstante bedeuten, bedeutet es Konzentration und Kreativität, um solche Prozesse, innerhalb identifizierbarer Abschnitte in einer inhaltlich sinnvollen Weise zu kommunizieren. Dabei macht es Sinn, dass wir uns im Bereich Unternehmenskommunikation an die eigene Nase fassen: In Zeiten, in denen das blanke Zusammenstöpseln Formulieren von dringend benötigten Pressemitteilungen längst vorbei ist, auch wenn Unternehmen immer noch glauben, dass sei das Wichtigste, um die Öffentlichkeit anzuziehen, stehen wir Profis vor einer ganz anderen Herausforderung. Sicher brauchen Kunden Beratung wie eh und je. Doch bei aller Liebe zu Garantien nach Ergebnissen oder der dringenden Erfordernis schon der Phase der Angebotsabgabe: Das ist nicht nur unseriös, sondern auch entlarvend doof.

Wir legen einen Grundstein in der Konzeption unserer Arbeit und beginnen alles zu hinterfragen. Damit erhöhen wir die Einsätze ganz locker, auch für die Mitbewerber unter den vielen PR-Agenturen, die sich strategische Beratung auf die Fahnen und ins eigene Portfolio geschrieben haben. Wir schauen uns jede Instanz an. Um den Preis des Aufwands sind wir uns völlig bewusst. Doch gerade darum geht es doch: um authentische Situationen statt jener immer wieder aufs Neue postulierten Executive Corporate Leadership Experience Results For A Better World. Das ist doch eigentlich nur die Verpackung für Regalware – manche würden es White Label PR nennen.

Die Welt der Beratung ist eben nicht genug. Wir als Leute aus der Kommunikationswelt wissen, dass darum geht, nicht einfach dass abzuliefern, was am einfachsten oder schnellsten ist, oder weil der Kunde meint, es besser zu wissen. Er will Pressemitteilungen herunterschreiben lassen? Er kennt alle Multiplikatoren schon und vor allem besser? Super. Warum steht er dann vor der Entscheidung zum Engagement einer PR-Beratung? Wir planen und gestalten Prozesse und Maßnahmen, weil sie notwendig sind, um den Kunden und sein Geschäftsfeld darin zu unterstützen, sich im Marktsegment zu positionieren, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich für die Zukunft passend aufzustellen. und mehr über das Menschsein, ehrlich und empfänglich genug, um aufzudecken, zu einem wirklich eigene Herangehensweise. Allzweckwaffen sind selten gefragt, und dann häufig in Bereichen, in denen jeder irgendwas tun könnte. Vielleicht nur nicht gleich eine PR starten, von der er glaubt es sei PR.

Die folgende Checkliste ist ein Ansatz, einen ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen. Heute, nicht morgen – jetzt, nicht irgendwann demnächst.

  • Wenn’s vorbei ist, sabbeln alle Veteranen– Tragen Sie immer wieder Erfahrungen zusammen, egal ob mit oder ohne Ihre Agentur. Der Vorteil, es gemeinsam zu tun, liegt darin,. dass direkte Reflektion stattfinden kann, eine Form des Brainstorming ohne Erfahrungen gleich über den Haufen zu schmeißen. Oft ist ein Ansatz von Nachfolgern in Postionen, erstmal alle neu zu machen: Neue Mitarbeiter, neue Strategie, neue Agentur-Auufstellung. Warum eigentlich? Ist das ein Anzeichen dafür, dass die eigenen Ideen und Materialien nicht neu und frisch sind? Meistens sind die so neuen Maßnahmen ja überhaupt nicht neu, vielmehr kommen sie dem Umfeld nur neu vor. Fangen Sie nicht an, irgendwelche Elemente, die früher total super gelaufen sind, 1 zu 1 zu adaptieren,. Das klappt nicht. Spätestens von außen betrachtet wird man sie entlarven. Es gibt sicher einen Grund, warum nicht auch Capri-Sonne-Weihnachtstrucks durch die Gegend rollen. Man sieht sich häufig zweimal, doch Situationen sind nie identisch. Bei aller Gewohnheit: es braucht sicher keine gleiche Kommunikation.
  • Geben Sie dem Forscherdrang nach – Ressourcen sind begrenzt, besonders die in der Arbeitszeit, wenn es um schnelle Ergebnisse für Projekt, Produkt und Management geht. Nehmen Sie sich immer – immer – einen Moment, um den Markt zu betrachten und zwar fortlaufend. Mit guten Prognosen für die Zukunft kann eine ganze Feuerwerk an Ideen im Zusammenhang gezündet werden. Auf diese lässt sich der Markt gestalten und nicht bloß ständig beobachten, vor allem unter Verlust des ständigen Blickes auf Mitbewerber. Eine Kommunikationsstrategie und substanziell geplante Themen für ein Storytelling sind ein Baustein für die äußere Gestaltung der zukünftigen Wahrnehmung. Und übrigens: Wer zuhört und dann aktiv wird, gewinnt angesichts der fortwährenden Konversationen in sozialen Netzwerken einige echte Vorteile.
  • Zu Gast bei unseren Gästen – Lassen Sie Publikum ins Haus, sinngemäß zu verstehen – gern ausgewähltes, benachbartes, interessiertes und so weiter. Benehmen Sie sich wie ein guter, zeitgemäßer Gastgeber. Lassen Sie die Gäste das Programm mitgestalten. Im Umfeld der Eindrücke aus dem Publikum, gesammelt in Diskussionen mit Mitbewerben, Branchenkennern, oder einfach nur zufällig hinzu gestoßenen Interessierten, lassen sich womöglich neue Ideen entwickeln und die Kommunikation prüfen.
  • Eine Hand für’s Schiff, eine für sich selbst – Geben Sie alles für die Aufgabe, wie immer. Dabei eröffnet besonders Social-Media-Kommunikation die Chance, sich dabei auch selbst passend in Szene zu setzen. Das ist sogar erwünscht und nicht von Nachteil für die Wirkung. Denn letztlich wird  die Authentizität an der Mischung der Charaktere und deren Facetten gemessen. Egal, ob gelegentlich auf Facebook, als regelmäßiger Blogger oder mit kurzen Videos auf YouTube, die Sie während des Besuchs von Fachkonferenzen machen: Alles zahlt ein auf das Konto der Wahrnehmung und damit einer Wirkung in der Öffentlichkeit. Seien Sie einfach sie selbst – und mischen sie kräftig mit.
  • Übung macht den Meister – Die Situationen wiederholen sich, auf Unternehmensseite wie in Agenturen. Es ist beliebt, in laufende Prozesse einzugreifen und deren Erfolg – kommunikativ zu gefährden, doch dies bedeutet oftmals zusätzliche Einwirkungen, letztlich Veränderungen, die nur in wenigen Phasen und Konstellationen für eine erfolgreiche Umgestaltung aussichtsreich erscheinen. Im Zuge eines neuen Produktes, der Wiederaufnahme eines Projektes oder Gestaltung einer unvermittelt aufgetretenen Herausforderung lassen sich neue Methoden und Vorgehensweisen am besten ausprobieren. Eine individuelle, strategische Kommunikation lässt sich daher hierfür am besten planen und effektiv umsetzen. Und schon sind Sie mitten im Enterprise 2.0.
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