Relevanz von Unternehmen in Social Media – und drei große Irrtümer darüber

Klar, viele Social-Media-Plattformen, allen voran WordPress, Facebook und Twitter sind kostenlos nutzbar. Aber es braucht bemerkenswerterweise – viel – Zeit und Anstrengungen, eine ordentliche Schlagkraft, brauchbare Reichweite und dauerhaft passablen Einfluss, gleich ob auf Multiplikatoren wie Blogger oder auf konsumierende Zielgruppen zu gewinnen. Insofern ist es nur dann kostenlos, wenn investierter Zeit und eingesetzten Erfahrungen kein Wert beigemessen wird.

Natürlich bedeutet Social Media in erster Linie Spaß für den Einzelnen. Facebook ist eine tolle Sache, um laufend mit der Familie total wichtige Informationen und Neuigkeiten auszutauschen, zwischen alten Kollegen irgendwelchen Unsinn hin- und herzuspielen oder mit Freunden zu kommunizieren. Die ständigen Messungen, diverse Umfragen und Trendstudien der Industrie, Medien, Dienstleister und Agenturen zeigen allerdings, dass gerade für Unternehmen aus überprüfbarem und dauerhaftem Engagement ein bedeutsames Geschäftsfeld – oder zumindest ein unternehmerischer Betätigungsbereich – erwachsen kann, der zu zentraler Bedeutung für zahlreiche Momente einschließlich Marketing und Vertrieb aufsteigt.

Fraglos ist Social Media inzwischen für alle da. Untersuchungen zeigen, dass heute weltweit jeder soziodemografische Bevölkerungsteil im Social Web aktiv ist, einschließlich der älteren Nutzergruppen, technisch bisher eher nicht affiner , besonders dank kommunikativ bilateral verbindender Angebote wie Skype. Allerdings erfordert es das Einbringen von Zeit und das Erlangen grundlegender Kenntnisse, um hierfür Verständnis zu entwickeln. Es hilft wenig, sich über diejenigen – auch im Business-Bereich – zu stellen, die erst am Anfang stehen. Es bedeutet immerhin. Am Anfang und nicht außerhalb zu stehen!  Auch und besonders im B2B-Bereich befinden sich viele Unternehmen, deren Marketingabteilungen und Pressestellen immer noch rudimentär im Anbeginn des Einstiegs und Umsetzung von aktiver Beteiligung in Social Media. Unzählige Communities und ein kaum noch überschaubares Angebot an Plattformen und Werkzeugen, Widgets und Tools gilt es in den Griff zu bekommen. Was einen noch viel wesentlicheren Aufwand bedeutet, ist die Tatsache, dass jeden Tag neue Funktionen und Features hinzugefügt oder entfernt werden. Dies sorgt in Sachen Kenntnis, Verständnis und Einordnung für eine Komplexität, die unaufhörlich fortschreitet. Zu allem komfortablen Überfluss nimmt Google im Hintergrund still und leise oder ganz offensichtlich immer wieder Anpassungen vor, die direkt oder mittelbar Einflüsse auf die Auffindbarkeit und Relevanz eines Unternehmens oder einer Organisation, einer Marke oder eines Produkts im Internet haben.

Bei aller vielschichtigen Planung und Umsetzung, die bereits laufende – oder künftige – Anstrengungen eines Unternehmens im Web 2.0 einnehmen können: Einen ganz einfachen Anstoß liefert die Prognose von Allan Grant, Vorstand von Curebit, einer Plattform für Unternehmen, die Umsatz durch Empfehlungen machen:

“We think that in the future, because of the new social layer, all the best companies will grow through referrals.  Advertising will be left to those with losing products.

 

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