Die 10 ultimativen Tipps um Ihren Social-Media-Auftritt zum Fliegen zu bringen

In den letzten Monaten haben viele Unternehmen Social Media als Kommunikationsplattform entdeckt. Das ist gut! Leider haben viele Firmen immer noch nicht verstanden, wie Social Media wirklich funktioniert. Und so schlafen so manche mit großem Enthusiasmus gestartete Blogs, Facebook-Seiten und Twitter-Accounts langsam aber sicher wieder ein, weil die Verantwortlichen keinen Sinn mehr darin sehen für geschätzte 150 Blog-Leser, 30 Facebook-Fans und 75 Twitter-Follower zu posten. Das ist schlecht!

Aber keine Bange, wir sind bereit, Ihnen zu helfen! Deshalb haben wir für Sie ohne Umschweife die ultimative Maßnahmen-Liste für funktionierende Social-Media-Kommunikation zusammengestellt:

1. Sie haben doch eine Kommunikations-Strategie – wissen also, was Sie, wie in Social Media kommunizieren wollen? Wenn nicht, ist hier bereits einer der Gründe, warum Ihre Social-Media-Bemühungen keine Früchte tragen.

2. Haben Sie etwas Interessantes zu sagen? Wenn nicht: Kein Wunder dass Ihr Social-Media-Auftritt nicht abhebt. Letztendlich müssen Sie, wenn Sie sich auf Social Media einlassen, vor allem eines bedenken: Sie begeben sich damit auf den virtuellen Informationsmarkt und dort herrscht große Konkurrenz! Sie müssen anfangen zu denken wie ein Chefredakteur: Was interessiert meine Leser (Follower)? Wo liegt der Nutzwert? Wie kann ich sie fesseln, wie kann ich Ihnen helfen, ihren Tag, ihr Leben erfolgreicher zu gestalten?

3. Es wurde viel darüber geschrieben, wann wieviel und auf welchen Kanälen gepostet werden soll. Vergessen Sie es! Das sind Feinheiten, die einem krisengeschüttelten Social-Media-Auftritt nicht grundsätzlich auf die Beine helfen. Es geht darum, wirklich Fesselndes, Informatives, Relevantes (aber hallo!) und last but not least, (eher für vertriebsgetriebene Organisationen) Neues, regelmäßig zu posten. Egal, ob dreimal am Tag oder dreimal in der Woche. Es muss in den dafür eingerichteten Kanälen einfach nur etwas passieren. Und zwar langfristig! Lieber wenig, aber regelmäßig über drei Jahre hinweg posten (Stichwort: Google-Effekte), als nur ein kurzes Strohfeuer zu entfachen, das schon verglüht ist, bevor jemand (oder Google, ja) die Chance hatte, auf Sie aufmerksam zu werden.

4. Nein, es bringt Sie nicht weiter, wenn Sie der Zwanzigste sind, der diesen einen interessanten Artikel von Spiegel Online, FAZ.net oder Sueddeutsche.de, den schon jeder gelesen hat, retweetet oder auf Facebook postet. Sie brauchen originären Content oder Links, die andere noch nicht gepostet haben. Anerkannte PR-Agenturen (samt der üblichen verdächtigen Geschäftsführer) beweisen: Einfach helfen, originär redaktionelle Artikel, online zu verbreiten, hilft weder der Medienbranche, noch lässt es die wirklich wichtigen Manager, sprich Verantwortlichen, auch nur digital das Augenlid heben. Da helfen auch keine Wortwunder wie ein isoliert vorangestelltes „Lesenwert“ oder gar der „Lesebefehl“.

5. Ihre Follower-, Freunde- und Fan-Zahlen dümpeln im zweistelligen Bereich? Dann schauen Sie doch mal, wer Ihnen folgt, wer Ihre Facebook-Fans sind und wer Ihre Postings „liked“. Ihre Mitarbeiter bzw. Kollegen sind nicht dabei? Wenn es so läuft: kein Wunder, dass die Community nicht wächst!
Lernen Sie die „Mechanik“ des Social Web kennen. Starten Sie insbesondere bei den Friends-of-Friends-Effekten und fangen Sie dann von Neuem an. Und außerdem: Wo hakt es im Unternehmen, bzw. was wird von Ihrer Marke oder ihrem Produkt gehalten, wenn es nicht einmal die Kollegen „Gefällt mir“ klicken? No Brand?!
Und denken Sie daran: Optimal ist es, wenn Ihr gesamter Mitarbeiter-Stab täglich social unterwegs ist und nicht nur der eigens dafür vorgesehene Social-Media-Manager. Die selbstgefällige und verantwortungsabweisende Ausrede „Fällt nicht in meinen Aufgabenbereich“ war gestern. An der Kundenfront sprechen doch auch viele Mitarbeiter für ihr Unternehmen. Warum nicht auch im Social Web?
Ein Tipp im Zusammenhang: Zählen Sie mal die Blogs und Twitter-Accounts von Intel, SAP und Oracle! Klar sind das amerikanische Unternehmen, doch wieviele Mitarbeiter haben diese in Deutschland? Hunderte? Tausende?

6. Ihr Blog findet keine Leser und sie haben alle Hausaufgaben aus Punkt 2. erledigt? Dann sollten Sie checken, ob Ihr Blog für Google und andere Suchmaschinen sichtbar ist, es einen unbeschränkten RSS-Feed gibt und Sie wirklich die Themen bringen, die Ihre Branche oder Ihre Kunden interessieren. Wobei Sie für Google & Co. bitte auch die entsprechenden Stichworte für Marke, Produkt, Branche verwenden. Bei der Gelegenheit können Sie auch überprüfen, ob Ihr Blog grundlegenden SEO-Ansprüchen genügt („sprechende“ URLs, Überschriften in H2, passende Stichwörter als Kategorien und Tags, etc.).

7. Das Wort „Social“ in Social Media steht für eine besondere Kultur! Es geht um Dialog, um das Teilen (Sharing) und das Mitmachen in der Community, also der umgebenden, interessierten, ja wohlwollenden Gemeinschaft. Wenn Sie dafür kein Gespür entwicklen und Bereitschaft aufbringen, sind Ihre Social-Web-Bemühungen zum Scheitern verurteilt. Werden Sie Teil der Community (waren Sie schon mal auf einem Barcamp?), lernen Sie die Eigenheiten der sozialen Netzwerke kennen und geben Sie Ihren Followern und Ihren Kunden das Wertvollste, was Sie haben: Ihre Zeit, Ihre Aufmerksamkeit, Ihre mögliche Transparenz!

8. Wenn Sie nicht eine Mega-Marke wie Coca Cola, Nike oder McDonald’s sind, dann halten Sie die total crazy Brand People, Werbefachleute und Werbeagenturen von Ihrem Social-Media-Auftritt fern. Eine „Facebook-Kampagne“ mag für eine große Marke durchaus funktionieren. Doch was bringt es Ihnen, plötzlich 100.000 Fans zu haben, von denen sich 99.000 nicht für Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen interessieren? Und was bringt es Ihnen, für die „Kampagne“, das Gewinnspiel und die tolle Facebook-App unendlich viel Geld ausgegeben zu haben, wenn Sie die mühsam angesammelten Fans nach Kampagnen-Ende sich selbst überlassen? Nur so: Das könnte Ihre Community im Web sein!
Wie gesagt: In Social-Media geht es um Dialog, darum für die Kunden da zu sein.

9. Es ist okay, wenn Unternehmen, Wirtschaftsberiebe, Aktiengesellschaften, in Social Media vertreten sind. Noch besser ist es, wenn sie ein oder mehrere „Gesichter“ haben! Wie gesagt, es geht um Dialog. Und Menschen wollen nun mal lieber mit Menschen sprechen (oder ihnen zuhören) als mit anonymen Organisationen, designten CI-Logos oder total funny Avataren (meist von crazy brand people gebrainstormed)

10. Wen Sie fragen müssen, was Ihrer Firma Instagram, Foursquare oder ein Tweet mit dem Bild der neuen Meeting-Point-Kaffeemaschine bringen, dann sind Ihnen wesentliche Funktionsweisen von Social Media genauso entgangen wie der Wert von Social-Media-Aufschlägen für Ihr Google-Ranking.

Bonus-Tipp 1: Denken Sie „mobile“! Das mobile Internet und moderne Smartphones sind keine Spielereien mehr, sondern wesentlicher Teil der Social-Media-Interaktion. Wie wäre es beispielsweise mit einer nützlichen App? Außerdem: Sind alle Ihre Webseiten auch per Smartphone gut bedienbar?

Bonus-Tipp 2: Denken Sie in Bewegtbildern! Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, was sagt dann erst ein Video? Von den Suchmaschinen-Effekten (YouTube gehört zu Google) ganz zu schweigen.

Es gibt übrigens noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Möglichkeiten und Effekte…

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