99 Köpfe des Social Web: Moritz Schott, Emailvision

Bevor ich mit der Interview-Reihe „99 Köpfe des Social Web“ eine kleine Sommerpause einlege, veröffentliche ich heute eine Konversation mit Moritz Schott, Sales Manager bei Emailvision, dem führenden Technologieanbieter Europas für digitales Direktmarketing. Er ist Teil der I-15, einem analogen Salon zu digitalen Themen, welcher in mehreren deutschen Städten ausgerichtet wird. Des Weiteren bloggt er privat unter Lonely People Talk A Lot und ist auf allen sonstigen Social Media Plattformen vertreten.

Hallo Moritz – Wie sind Sie zum Social Web gekommen: Gibt es ein Schlüsselerlebnis?
Der Einstieg ins Social Web erfolgte ca. 2003, während eines langweiligen Praktikums, fern der Heimat. Um herauszufinden, was der Rest meines Abiturjahrgangs so treibt entdeckte ich StayFriends und war begeistert, wieder mit Leuten in Kontakt zu treten, von denen ich weder Handynummer, noch sonstige Kontaktdaten hatte.

Was ist der nächste große Trend im Internet, besonders in sozialen Netzen?
Der Social Burn-Out. Nachdem alle Menschen in die Social Netzwerke gekommen sind, die Marken begonnen haben sich zu platzieren, ist das Individuum plötzlich mit dem Problem konfrontiert, vor lauter Meldungen im Newsstream die wesentlichen Punkte zu übersehen. Somit verkommt Social Media auf den großen Netzwerken mehr und mehr zur Gießkanne. Ich glaube an den Fortbestand und die Stärke der Nischennetzwerke.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach die Rolle von Social Media im Unternehmen aus?
Social Media im Unternehmen bietet in Form von z.B. Salesforce Chatter die Möglichkeit die Kommunikation zu vereinfachen. Der Einsatz kollaborativer Tools wie Office 365 oder Google Docs und Cloud-Diensten hilft, redundante Datenhaltung zu reduzieren und die Aktualität der internen Information zu erhöhen.

Welche 3 Plattformen und Werkzeuge sind heute besonders empfehlenswert und nützlich für Kommunikationszwecke?
Twitter: Weil es kurz, prägnant und schnell ist.
Salesforce Chatter: Weil es intern das Datenvolumen, welches sich sonst durch die Email-Accounts gedrückt wird, massiv reduziert werden kann.
Xing / LinkedIn: Weil es die Recherche nach Ansprechpartnern für die Kaltakquise so unglaublich vereinfacht.

Was geht besser offline – wovon raten Sie dringend ab, über Angebote und Möglichkeiten im sozialen Netz zu tun?
Konflikte austragen und Ereignisse feiern.

Welchen inhaltlichen Angebote im Social Web können Sie besonders empfehlen?
Google Reader
, oder ein sonstiger Feedreader, weil er das Abarbeiten von Inhalten ungemein vereinfacht. Welche Inhalte man sich dann reinholt liegt im eigenen Gutdünken.

Ich lese also bin ich: Gibt es zudem ein (Fach-)Buch, was Ihnen zuletzt gut gefallen hat?
Steven D. Levitt: Freakonomics
, weil nicht alles so ist wie es scheint.

Wovon träumen Sie, es in 10 Jahren zu machen?
Einfacher mit der Digitalität einhergehen um nicht ständig meine Augen und Finger an irgendwelchen Displays zu reiben.

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