Social Media? Storytelling! Warum Unternehmen eine Social-Web-Kommunikationsstrategie hilft

Vor kurzem habe ich an am BarCamp einer gefragten Konsumbranche teilgenommen, bei dem sich eine der Panel-Sessions darum drehte, welche Trends und Entwicklungen in Social Media und Online-Kommunikation vorausgesagt werden können. Ein wiederkehrendes Motiv ist bis heute das beliebte Thema „Was kommt nach Blogs / Facebook / Twitter / als Nächstes“ oder gar „Web 2.0 – quo vadis?
Und, ja, einige der Diskussionen beginnen immer noch mit der Klärung der Frage nach dem Ja oder Nein zu Social Media und Social Media Marketing.

Dabei ist der nächste Schritt längst vorhersehbar: Digitales Marketing, heute als Social Marketing oder Online-Kommunikation zusammengefasst, wird zur Content-Vermarktung. Darin finden sich einerseits alle atomaren Branding-Bausteine, sei es Facebook-Likes oder Tweets oder Video-Sharing, als auch die oftmals groß gestarteten und dann kläglich eingestellten Social Web-Kampagnen. Und natürlich jedwede Einführungen und Maßnahmen digitaler Kommunikation, die wie selbstverständlich heute Bestandteil der Außenwirkung für Marken, Produkte und Unternehmen sind. Kurz: Corporate Social Media.

Social Media macht es einfach, Informationen zu teilen und durch Online-Mundpropaganda (eine Zeit lang bekannt als Marketing-Budget für geplante, konzertierte Word of Mouth) zu verstärken. Damit hat es angesichts seiner Benutzerfreundlichkeit und Reichweite, Informationen unter vielen Freunden zu verbreiten, die herkömmliche Marketing-Landschaft verändert – und damit meine ich auch E-Mail-Newsletter, Corporate-Publishing-Projekte und Aktuelles-Rubriken auf Internetseiten von Unternehmen sowie Intranet oder Mitarbeiter-Zeitschriften.

Richtig durchgeschlagen hat diese Entwicklung noch nicht, gleichwohl es erste umfassende Ansätze hierfür gibt. Diese gehen über das bisher bekannte wie Affiliate Marketing deutlich hinaus. Kaum zu glauben, dass sich etliche Player in diesem Bereich, so etwa Medienhäuser und Verlage, überhaupt noch nicht mit Storytelling und Content-Vermarktung beschäftigt haben. Dabei ist die sinnvolle und aufeinander aufbauende Verkettung zu einem Gesamtbild mittels Strategie denkbar einfach.
[Disclaimer: Wir arbeiten bereits für mehrere Kunden über entwickelte Strategien hinaus an der konkreten Umsetzung solcher Konzepte.]

Für einen greifbaren Ansatz möchte ich an dieser Stelle eine Grundlage anbieten, die dabei unterstützen kann, Marken, Produkte und Unternehmen aller Branchen inhaltlich sinnvoll und vom digitalen zum persönlichen Anknüpfungspunkt nachhaltig über Social Marketing online zu platzieren.

– Die 15 besten Inhalte, die sich über Social Media teilen lassen:

  1. Neuigkeiten über das eigene Unternehmen
  2. Videos
  3. Fotos von Veranstaltungen, Messen, Ausstellungen und anderen Events
  4. Infografiken
  5. Neuigkeiten über das eigene Unternehmen
  6. Text-Abschriften von Interviews, Diskussionsbeiträgen etc als Blogposting
  7. Präsentationen und Dokumente wie Texte und Notizen, aber auch Broschüren und Flyer – es reichen auch Exzerpte daraus, auf Scribd oder Mr Wong
  8. Pressemitteilungen – wie überraschend, aber durchaus einbindbar
  9. Texte aus Newsletters
  10. Töne und Musik mit eigenen Rechten, z.B. Audio-Jingles, Podcasts
  11. GeoLocations-Tags, so etwa die Log-Ins der Mitarbeiter in Foursquare, Gowalla oder loca.li, wenn sie an einem Ort sind, der die Marke interessant macht
  12. Gesammelte Bookmarks/Lesezeichen so etwa bei Delicious oder StumbleUpon
  13. Links/Blogs von eigenen Tochterunternehmen, Marken aus der eigenen Markenfamilie nahestehenden Geschäftspartnern, Partnern oder auch Kunden
  14. Eigene Mitmachaktionen, Wettbewerbe, Gewinnspiele
  15. In der Tat: Fundstücke inklusive Humor, sofern die Aspekte tatsächlich dem Selbstverständnis entsprechen. Oder ist das Produkt oder Unternehmen humorlos?

Natürlich bilden diese Hinweise nur eine generelle Zusammenstellung. Demnach existiert, je nach Identifikation, noch eine Vielzahl an weiteren Informationen und Inhalten, die passend zusammengestellt eine Geschichte erzählen, ein Storytelling aufbauen.

Insgesamt spielt es keine Rolle, von welcher Natur die Neuigkeit, die Information ist. Das kann
– eine frisch geöffnete Neuware im Handel sein, oder
– die eben in Betrieb genommene Produktionsanlage eines Spezial-Chemie-Herstellers,
– die Innovation eines mittelständischen Unternehmens im IT/Hightech-Bereich,
– das Offsite einer internationalen Unternehmensberatung, bei der alle Consultants anwesend sind,
– Probeläufe des Herstellers für einen neuen Autoreifen,
– Schritte für Autor und Verlag in der Kette der Publikation eines Buches.

Sogar und erst recht viele Social Media-Berater sind nach dem gleichen Prinzip aktiv, um Wahrnehmung zu erzeugen:
– simples Twittern von Artikeln, die in Online-Medien erschienen sind,
– selbstreferenzielle Fotos bei alltäglichen Handlungen (Agentur beim Mittagessen),
– schwarmhaftes Anmelden bei o.g. Geolocation-Plattformen während Branchen-Events.

– Was unternehmen Sie heute, um Informationen über sich und Ihr Unternehmen zu verbreiten?

 

Posted in Social Media Best Practice und Cases, Strategie - Planung - Organisation and tagged , , , , , , , , , , , , .

Kommentar verfassen