Fachbegriffe erklärt: Serendipität

Wenn wir in potentiellen Kunden versuchen, die Vorzüge von Social Media darzulegen, kommt garantiert irgendwann die Frage nach dem Sinn und Zweck der auf Laien und Einsteiger häufig trivial und beliebig wirkenden Status-Meldungen und Postings auf Twitter, Facebook und Co. Da steht dann auch schon mal – angesichts unzähliger Linkempfehlungen, Fotos und Check-in-Meldungen – die berühmte Grönemayer-Frage im Raum: „Was soll das?“

Dabei trägt gerade diese scheinbare Beliebigkeit und Zufälligkeit viel zum Nutzen und Reiz von Social Media bei. Es geht um die so genannte Serendipität. Damit ist eine zufällige, ursprünglich nicht gesuchte Entdeckung, Erkenntnis oder Schlussfolgerung gemeint. Typische Beispiele für Serendipität sind etwa die Entdeckung Amerikas (Columbus suchte eigentlich einen Seeweg nach Indien) oder die Erfindung der Post-it-Klebezettel (geforscht wurde nach einem superstarken Klebstoff – tatsächlich erfunden wurde jedoch einer, der sich besonders einfach und rückstandsfrei ablösen lässt).

Social Media ist mit seinem vielen Timelines, Status-Meldungen und Postings geradezu eine Serendiptäts-Maschine. Egel wann und wo man rein schaut, die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass man etwas unerwartetes, aber dennoch interessantes und bestenfalls sogar nützliches findet.

Übrigens: Nicht umsonst hieß eines der ersten Blog-Systeme Serendipity! (Auch wenn zugegeben wird, dass bei der Namensfindung Salma Hayek und Ihre Rolle als Stripperin Serendipity im Kultfilm Dogma eine Rolle gespielt hat…)

 

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