Die 5 besten Apps für Berlin

Aus gegebenem Anlass – die diesjährige, erneut vielversprechende Berlin Web Week läuft – haben wir uns gezielt Mobile Apps für Smartphones angesehen, ob sie sich für den social Einsatz in der Hauptstadt eignen. Besonderes Augenmerk liegt natürlich auf der Interaktion, die von der App ausgeht, nicht allein der Content, welcher von Haus aus enthalten ist. Denn es zählt, um mit dem großen Kommunikator Harold Burson zu sprechen: Make your views known!

Hier ist die Zusammenstellung der Angebote, die wir angesichts besonderer Inhalte oder Funktionen ausgewählt haben:

1. Wikihood

Eine kleine App mit großem Inhalt: Für die Planung einer Sightseeing Tour ist die App ebenso geeignet wie zur schnellen Recherche nach aktuellen und historischen Informationen von Sehenswürdigkeiten, auch dann, wenn man direkt vor einer Location steht. Auf Basis von Sehenswürdigkeiten (POIs), im eigenen Umkreis von 10 bis 200 km, in 185.000 Datenpaketen eingefangen, bleibt so sicher für den Moment keine Frage unbeantwortet. Neben der kostenlosen Version, die Daten stets online abruft, gibt eine kostenpflichtige, über die bei nicht vorhandener Web-Anbindung die Daten aus dem Offline-Speicher abgerufen werden.

2. Wallpaper* City Guide Berlin vs. Lonely Planet Berlin Guide (beide kostenpflichtig)

Ein Besuch in der Hauptstadt bietet natürlich die willkommene Gelegenheit, eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und angesagten Hotspots wie Restaurants zu besuchen oder Shoppingmöglichkeiten zu nutzen. Zum übersichtlichen Auswählen passender Orte bieten sich einige Apps an – eine Kombination zwischen hip und rockig bilden die beiden der Wallpaper* Edition (gedruckte Ausgabe) des Phaidon Verlag – inklusive integriertem, Rolex-gesponsortem Planer – sowie Lonely Planet, dem weltweit wohl gängigsten Reiseführer für Rucksack-Touristen. Die Wallpaper* App bietet neben einem sehr hübschen 360 Grad Blick über Berlin mit Markierungen der Hauptattraktionen eine Vielzahl von thematisch orientierten Rubriken wie die Stadt in 24 Stunden zu erleben, die Highlights der einzelnen Kieze („Neighbourhoods“) oder Tipps zum Leben in der Stadt („Urban Life“), Hotels, Architektur und Einkaufsmöglichkeiten. in Etwas weniger Rubriken, dafür umfangreichere Tipps bietet der Lonely Planet Guide. Beide sind – klarer Tribut an die erlebbare Globalisierung von Stadtteilen wie Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg – in englischer Sprache. Informationen in deutscher Sprache bietet die App des Hauptstadtmagazins Zitty, deren Macher auf Dialog setzen und mit einer Facebook-Seite punkten, die neben Insider-Tipps auch Feedback der Leser einsammelt.

3. Camera+ (kostenpflichtig)

Deine Tour – Deine Impressionen: Alles, was neben den haptischen Mitbringseln, Souvernirs, Event oder Meeting-Unterlagen (falls Business) bleibt, sind die Bilder. Und wenn die im Kopf verblassen, bleiben immerhin die Szenen im Speicher. Die schönsten Fotos macht sicher der beste Fotograf. Doch mit dieser App ist der erste Schritt gemacht, bald zum Kreis der besseren zu gehören: im Rahmen der Linse, die zwar nicht zu einer Profi-Kamera gehört, die aber Momente – fast auf ewig – festhalten kann. Die App verfügt über einen (digitalen) Zoom, einen verschiebbaren Autofokus und diverse andere Spielereien, die das Knipsen schöner machen.

4. picplz

Damit auch der Strom von optischen Inhalten nicht abreisst, vielmehr alle etwas vom Besuch in der Stadt haben, passt diese Foto/Filter/Posting-App. Daneben gibt es auch andere gute Apps dieser Art wie Instagram oder Live Share. Das soziale Teilen wird gewürdigt: In der App können gelungene Fotos geliked werden oder man kann Absendern und deren Veröffentlichungen dauerhaft folgen. Nicht wundern: Nach der Anmeldung und Verknüpfung mit anderen Social Media-Plattformen werden automatisch Kontakte, die auch picplz nutzen, als Freunde angefragt – es können also kurzfristig etliche Bestätigungsmeldungen darüber eintreffen.

5. airberlin

Zur Nutzung bei der Anreise sei hier die funktionale App von airberlin genannt, dem Namen nach Hauptstadt-Fluglinie (die mit dem eigenem Terminal C am Flughafen Berlin-Tegel). Sie kommt auf das Wesentliche reduziert mit Abflug, Ankunft, Check-In sowie Sonder-Angeboten, abgesehen des etwas deplatziert wirkenden (nun abgelaufenen) Fußball-Tippspiels, das wohl zur Nutzergenerierung oder als Passagier-Zeitvertreib am Gate dienen sollte.

Beinahe-Nachruf: 3min.de (noch bis 31. Mai)

Eigentlich sollte die App in der Top-5-Auswahl landen, doch zum Abschluss dieses Beitrags meldete 3min.de im eigenen Blog, dass das Portal zum 31. Mai sein Angebot einstelle. Wir haben es als abwechslungsreiche und durchaus professionell gemachte Alternative zu YouTube und Vimeo wahrgenommen, dass sich sowohl im Browser als auch per App nutzen lässt. Immerhin war das, ja, Projekt auf dem Weg zu einem neuartigen, hybriden Alternativ-Angebot über herkömmliches Programm-Fernsehen mit festem Sendeplan hinaus…

Die Vibes der Stadt haben viele der professionell produzierten Serien-Clips eingefangen: Einfach in der App unter Suche „Berlin“ eingeben und eine Folge nach dem anderen anschauen. Neben Serien über Musik und Partyszene-Background gibt’s undergroundige Comedy und Soap. Authentisch: Die Redaktion saß zuletzt zwischen MTV Germany – für junge Leser: das ist ein internationaler Musiksender, der seit 2011 als PayTV ausstrahlt – und Universal Music an der Spree, inzwischen entrückter Richtung Mitte, also mit Anbindung an diverse Trend-Spots und visuelle Medien.

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