Alternative Bezahlsysteme im Web – Gefahr oder Lösung?

Auf der letzten MobileTechConference in München wurde ich zum ersten Mal mit dem Thema „alternative Bezahlsysteme“ konfrontiert. Dort stellte man mir das in der Entwicklung befindliche fairCASH vor. Im wesentlichen geht es dabei darum, Banken und sonstige Bezahldienstleister beim Online-Handel auszuschalten. Letztendlich soll damit ein Online-Equivalent zum Bargeldverkehr etabliert werden. Da braucht es ja schließlich auch keine Bank und damit niemanden, der die Kosten in die Höhe treibt, oder wie bei Kreditkarten und ähnlichen Bezahlsystemen weiß, wer wo, wann und was gekauft hat.

Heute ging nun ein Beitrag von Jason Calacanis durchs Netz, der mir die tiefer gehenden Aspekte alternativer Bezahlsysteme vor Augen geführt hat. Und die sind nicht ohne! Aufhänger ist das Open-Source/P2P-Bezahlsystem Bitcoin.

 

Was auf der einen Seite zu den Vorteilen des Systems gehört, birgt auch so manches Ungemach: Denn Bitcoin Coins können nicht…

  • eingefroren (wie ein PayPal-Account oder eine Kreditkarte),
  • verfolgt (werde zu marktforschungs- noch sonszigen Zwecken)
  • und vor allem nicht versteuert werden!

Mit anderen Worten: Was auf der einen Seite fair und billig ist, leistet auf der anderen Seite halblegalen und eindeutig illegalen Anwendungen Vorschub. Der Handel mit berauschenden Substanzen und Glücksspiel ist da sicherlich nur der Anfang.

Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass solchen Bezahlsystemen die Zukunft gehören wird. Denn erstens sind sie für viele kleine Händler, für die sich Paymentsysteme- und Bezahldienstleister nicht rechnen, der einzig gangbare Weg und zweitens lässt sich damit das leidige, und bislang nicht befriedigend gelöstes Thema Micro-Paymant lösen.

 

 

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