Nachschlag re:publica 2011 (#rp11)

Eines kann schon mal festgestellt werden: Die Besucher der diesjährigen re:publica müssen alle arbeitslos oder Privatiers, sprich echte Berliner, sein. Wie sonst ist zu erklären, dass Hinz und Kunz schon am Wochenende bzw. am Montag massenhaft ihre Eindrücke vom größten deutschen Blogger-Kongress online gestellt haben? Ich selbst komme jetzt erst dazu – Kunden gehen vor!

Auf der anderen Seite: Der Vorteil, wenn man so spät dran ist, reift hingegen, sodass man nicht mehr viel zu schreiben braucht, denn (fast) alles, was gesagt werden muss, ist schon gesagt. Am besten hat es, finde ich, Wenke Richter alias @digiwis zusammengefasst: „re:publica 11 – eine Bloggerkonferenz ohne Visionen und Konzepte„. Scheinbar auf einer ganz anderen Veranstaltung war hingegen Kerstin Hoffmann alias @PR_Doktor.

Hat sich der Weg nach Berlin also gelohnt? Ja, wenn man die re:publica 2011 einfach nur weiterhin als „Klassentreffen der Szene“ betrachtet. Schließlich hat man nirgendwo sonst die Möglichkeit, so viele Branchen-Kollegen zu treffen. Vor allem aber ist das der Ort, an dem Kontakte aus der virtuellen Social-Media-Welt ins reale Leben schwappen, nach dem Motto: „Ach du bist es! Wir folgen uns ja auf Twitter/Facebook, lass uns ein Bierchen trinken gehen.

Und die gesellschaftliche Relevanz? Cicero-Ressortleiter „Online“ Christoph Seils hat es treffend formuliert: „…auf der re:publica… war von der politischen und gesellschaftlichen neuen Macht des Internets zwar viel die Rede, aber wenig zu spüren. Das Programm war vollgepfropft mit allem Möglichem, aber mit wenig Relevantem.“ – Oder wie es Kollege Ingo treffend formuliert hat: „Ein ganzer Saal lauscht mucksmäuschenstill 40 Minuten lang den eher unbeholfenen Sprechern, am Ende steht ein Blogger auf und meint „Das finde ich aber jetzt nicht so gut, dass ihr die Blogosphäre so übergeht…“ 🙂

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7 Comments

  1. > Wie sonst ist zu erklären, dass Hinz und Kunz schon am
    > Wochenende bzw. am Montag massenhaft ihre Eindrücke
    > vom größten deutschen Blogger-Kongress online gestellt
    > haben? Ich selbst komme jetzt erst dazu – Kunden gehen
    > vor!
    Haha, guter Witz! Für die paar dürren Zeilen musst du dir extra Zeit nehmen? Ich glaub, ich spinne. Dann lieber keinen Rückblick. Nicht zu fassen.

  2. Ironie? Echt? I wer narrisch. Wenn in den von ihnen verantwortenen Kampagnen der Humor ähnlich prägnant rüber kommt, dann sind Sie bestimmt ausgebucht. Besser, Sie besuchen vor dem nächsten Posting einen Kabarettlehrgang bei Prof. Jürgen Becker in Berlin.

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