Transparenz, Netzneutralität, Datensicherheit: Digitale Gesellschaft ist gegründet [UPDATED]

Die Web-Gesellschaft in Deutschland kommt einen wichtigen und richtigen Schritt weiter: Rechtzeitig zum Auftakt der re:publica 2011, der größten deutschen Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft in Berlin, gründet sich die gemeinnützige Digitale Gesellschaft. Mit der Idee wird das Ziel verfolgt, „eine kampagnenorientierte Initiative für eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik zu schaffen“ (Co-Initiator Markus Beckedahl).

Zentrale Themen der Initiative, die vorwiegend von bekannten Persönlichkeiten des Social Web getragen wird, sind

Das sieht Johnny Haeusler, einer der Organisatoren der re:publica von Spreeblick so:

Seit Jahren setzen wir uns hierzulande für digitale Bürgerrechte ein, bisher jedoch fehlte eine Vertretung vor Politik und Wirtschaft, um Interessen mit Nachdruck vortragen und durchsetzen zu können. Ich unterstütze den Digitale Gesellschaft e.V. in seinen Bestrebungen, sich im Sinne möglichst vieler Internetnutzerinnen und -nutzer zu positionieren und diese Lücke zu schließen.

Bereits vor ihrer Gründung haben sich auf Twitter @digiges über 1.700 Follower und auf der Facebook-Seite der Digitalen Gesellschaft über 1.200 Anhänger gefunden – und es werden stündlich mehr. Und dabei ist Eigeninitiative gefragt: Jeder kann mitmachen.

– Wir unterstützen die Ziele der Initiative Digitale Gesellschaft und wünschen viel Erfolg bei ihren Bestrebungen.

– – –

UPDATE 16. April 2011:

Wir teilen und unterstützen nicht die persönlichen Ansichten und Ziele, die Markus Beckedahl als Betreiber des Blog netzpolitik.org mit der Gründung der Digitalen Gesellschaft verknüpft und verfolgt. Vielmehr sehen wir wesentlich mehr Möglichkeiten in einer Artikulation durch den Pluralismus vielfältiger Initiativen und das demokratische Parteiensystem, um gesellschaftliche Entwicklung zu fördern und die Gesellschaft unter dem Einfluss der digitalen Kommunikation zu gestalten.

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4 Comments

  1. Pingback: Ihr seid nicht die digitale Gesellschaft! » Martin Emmerich Consulting

  2. Ein 1a-Fundstück (Quelle leider verloren gegangen):
    „Wenn ein Verein, der sich ´Digitale Gesellschaft´ nennt (dumme Selbstbenamsung übrigens, klingt so nach Nullen und Einsen, aber vielleicht auch eine offenbarende Freudsche Fehlleistung) gleich zum Start des blahvollen Unterfangens erst einmal die Strukturen der totalen Ausbeutung in prekären Praktika aufrichtet und für eine ziemliche Allround-Tätigkeit jemanden sucht, der sich mit 200 Euro pro Monat abspeisen… sorry… vergüten lässt, denn legt meine Peristaltik den Rückwärtsgang ein. Allein diese kleine Geste der Kälte zeigt mir, dass eine gesellschaftsformende Absicht, die sich auch nur teilweise mit meinen Wünschen deckt, bei diesen Leuten nicht zu finden sein wird.“

  3. Pingback: re:publica 11 – die ersten Eindrücke

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