Mehr Aufmerksamkeit durch Engagement – und raus aus der Budget-Spirale!

Eine bekannte Situation: Es sollen mehr Interessenten gewonnen werden. Und: Es ist kein Budget für eine aufmerksamkeitsstarke Media-Kampagne da, weil das letzte große Projekt – so etwa der Relaunch der Unternehmens-Website – schon eine Riesensumme verschlungen.

– Die Lösung: Werden Sie kreativ! Kunden bilden die Grundlage eines Unternehmens, aber es gibt andere Wege, das eigene Geschäftsfeld darzustellen, ohne mit riesigen Werbebudgets und Werbemaßnahmen zu planen an oder immer wieder neue Marketingmaterialien zu drucken – die dann nach einem halben Jahr ihre Aktualität und Wert verlieren.

Die folgenden Tipps sind nur einige, um die Zielgruppen zu erreichen und dabei die Marketing-Schatulle, sagen wir, zu schonen. Darüber hinaus lässt sich natürlich noch wesentlich mehr gestalten.

1. Eine Meetup-Gruppe eröffnen

Mit Meetup können Gleichgesinnte unter dem Motto (im deutschsprachigen Raum) „Mach etwas, lern etwas, zeig etwas, ändere etwas“ gemeinsame Termine organisieren und es lassen sich Gruppen finden, die bereits auf der Basis geteilter, gleicher Interessen von Leuten gegründet worden sind. Die insgesamt über 7 Millionenen Meetup-Mitglieder bilden momentan rund 75.000 Gruppen.

Organisieren Sie Ihre eigene Meetup-Gruppe, um solche Leute live zu treffen, die womöglich an Ihrem Produkt oder Dienstleistung sind. Wenn Sie beispielsweise ein Beratungsunternehmen haben, initiieren Sie eine Gruppe, bei der Sie sich an zentralen Orten treffen (früher hieß so etwas Stammtisch, heute eher Afterwork oder, noch abgehobener, Networking Event oder Night Talk)  und geben Sie Tipps aus Ihrer Beratungssicht -und -erfahrung. Angst vor Geschäftsverlust oder Beschädigung Ihrer Marke/Absenderschaft wegen Dumping? Unter uns: Jeder, der einen solchen Bedarf hat, wird es selbst nicht besser können.

Versuchen Sie, Ihre Geschäftstätigkeit, Ihre Marke, Ihr Unternehmen in den Dialogen zu erwähnen, aber versuchen Sie tunlichst zu vermeiden, stumpfe Marketing-Veranstaltungen zu organisieren und diese entsprechend einzusetzen. Das Tool, und darauf achtet der Plattform-Anbieter, kann und darf nicht für offensichtlich werbliche Zwecke eingesetzt werden. Daher ist es auch unwahrscheinlich, dass viele Gruppenmitglieder zu gewinnen, wenn herauskommt, dass nur darum geht, Produkte oder Leistungen in den Vordergrund zu stellen.

2. Branchenferne Veranstaltungen besuchen– Plancast nutzen

Es macht Sinn, Veranstaltungen und Messen mit solchen Unternehmen herauszusuchen, die vom eigenen Angebot profitieren können. Wenn es eine Dienstleistung ist, die sich mit werblicher Gestaltung beschäftigt, könnte das eine Spielwarenmesse sein, um neue Kunden für eine Neugestaltung deren Website gewinnen, oder eine Dekorationsveranstaltung, bei der sich Kunden aus der jeweiligen Branche für die Gestaltung von deren Informationsmaterialien begeistern lassen. Vorschlag: Schauen Sie sich für das (Mit-)Teilen von Veranstaltungen Plancast an.

3. Als Gast-Blogger schreiben

Ähnlich dem vorangegangenen Tipp ist dies auch ein Weg, über – wohlgemerkt – Themen des eigenen Geschäfts zu kommunizieren: Schreiben Sie Beiträge als Gast in anderen Blogs. Fangen Sie damit an, beliebte und anerkannte Blogs zu lesen, die sich inhaltlich mit Ihrer Branche, den Produkten oder Aspekten Ihrer eigenen Dienstleistung beschäftigen. Denken Sie über die Möglichkeiten nach, wie Sie Ideen für neue Inhalte beisteuern können, vielleicht dadurch, Perspektiven der Zukunft zu entwickeln oder sich an Diskussionen oder Weiterentwicklungen zu beteiligen.

Senden Sie Ihre Idee ganz einfach an den Blogger. Wenn Sie gern etwas beisteuern möchten, sorgen Sie dafür, dass Sie nutzbringende, für die Leser des Blogs wertvolle Aspekte benennen. Das wird die Chance steigern, sich und das Feld durch einen Gastbeitrag aufgreifen. Behalten Sie ein Auge darauf, Themen besonders Blogs mit vielen Lesern anzubieten. Das lässt sich relativ einfach mit überprüfen, beispielsweise mit dem Ranking des Website Grader von HubSpot.

4. Im öffentlichen Bereich engagieren – Im Umfeld aktiv werden

Setzen Sie Ihre besonderen Kenntnisse und Erfahrungen für eine anerkannte, öffentlichkeitswirksame Funktion ein: Bieten Sie Ihr Know-how in einem Anfänger-Lernkurs öffentlich an. Im richtigen Umfeld lassen sich auch aus dem wirtschaftlichen bzw. im B2B-Umfeld bekannte Angebote einführen. Sehr populär sind Programme für Unternehmensberatungen, Anleitungen zu Tätigkeiten mit Mac/PC, künstlerische, kulinarische oder sportliche Kurse. Einen Überblick zu den Grundlagen Ihrer Geschäftstätigkeit oder ein gezieltes Schlaglicht auf bestimmte Aspekte kann weiteres Interesse am eigenen Angebot ebnen. Dabei bitte stets anleiten, nicht werben…

Es kann eine Weile dauern, bis dieses Engagement Früchte trägt. Selbst im Umfeld der Zielgruppe ist der Aufwand, je nach Attraktivität und Interesse für das Thema, bisweilen zeitintensiv. Zielen Sie von Anfang an darauf ab, Beziehungen mit den Kontakten aufzubauen, mit denen sie hierbei in Dialog kommen. Je zahlreicher Personen folgen, followen, den Like-Button klicken also Vertrauen im Social Web entgegenbringen, desto eher werden sie an ein bestimmtes Angebot denken, das bereits nähergebracht wurde, sobald der Bedarf da ist.

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