Blog-Kommentare – unterschätzte Perlen der Glaubwürdigkeit

Viele Betreiber von Unternehmens-Blogs verstehen heute immer noch nicht, wie Kommentare zu eigenen Postings zu einer zielführenden und wirksamen Kommunikation beitragen können. Durch das Posten von Meinungen als wertvolle Diskussionsbeiträge und Erweiterung über die Inhalte hinaus, die ein Blogbeitrag im Zusammenhang mit dem besetzten Themenbereich liefert, kann dies für zusätzlichen Zulauf sorgen und die eigene Expertise im Geschäftsfeld unterstreichen.

Unbestritten sind Kommentare als Antwort auf Blog-Postings eine der besten Möglichkeiten, die Sichtbarkeit bei Kunden, Interessenten, oder zunächst einmal solchen Lesern zu schaffen, die sich für den Bereich interessieren. Wenn dann zudem eine Verlinkung auf die Website oder das Blog in einem beachteten oder im Zusammenhang gemachten Kommentar gesetzt wird, erhöht dies zusätzlich die Chancen, Leser zu gewinnen.
Wahrscheinlich ist es das Beste, dass dieser Traffic alle Personen abbildet, die momentan daran interessiert sind, solche Inhalte zu lesen, bevor sie die entsprechende Seite (Homepage des Unternehmens etc.) besuchen. Und die Zahl derjenigen wächst ständig, die auch mit mobilen Endgeräten regelmäßig Blogs lesen. Selbst dies sorgt für eine weitere Erhöhung der Reichweite von Kommentaren.

Konsistente, wohlüberlegte Kommentare können auch dafür sorgen, dass weitere Vertreter der eigenen Industriebranche oder eines benachbarten Sektors aufmerksam werden und bestenfalls ihren Online-Auftritte verknüpfen, sei es auf der Blogroll der eigenen Blog-Favoriten, sei es als Verlinkung in deren Beiträgen bzw. Postings. Durch die hereinkommenden (sogenannte inbound) Links werden, wenn sie von viel gelesenen, sprich häufig frequentierten gelesenen Seiten erzeugt werden, neue Leserschaft erschlossen. Als nicht zu unterschätzender Effekt kann dies bestimmte Einflussgrößen im Google-Ranking verbessern.

Wenn Sie verstärkt Aktivitäten Richtung qualitativer Kommentare anstreben, macht es Sinn, solche Blogs einzubinden, die über ein Mindestmaß an Relevanz im eigenen Sektor, der Branche oder im lokalen Wirtschaftsumfeld verfügen. Eine weitere Maßnahmen bedeutet es, konzertiert Verlinkungen auf branchennahe Blogs sowie geeigneter Kommentare zu überprüfen und diese einzubinden.

Als Faustregel kann gelten, dass es besser ist, in einer Handvoll Blogs mittels inhaltlicher Kommentare selbst eingebunden zu sein statt auf jedem irgendwie passenden Blog ziellos zu kommentieren. Nehmen Sie sich für Kommentare Zeit, schreiben Sie keinen Unsinn (!) und, vor allem: lassen Sie ein gesundes Maß an Zurückhaltung walten. Allgemein übliche Verhaltensregeln gibt es auch und gerade im Social Web. Die Phasen haltloser Argumentationen und unüberlegter Handlungen sind vorbei, besonders nachdem anonymen oder geschlossene Foren und Communities abgelöst wurden durch persönliche Profile und Social Graph-Verknüpfungen, die zu nachvollziehbare Positionierungen beitragen.

Der Vorgang des Kommentierens ist weniger wichtig als der eigentliche Inhalt Ihres Beitrags oder die Form der Darstellung – einschließlich Rechtschreibung, Interpunktion, Satzbau und Absätzen. Diese wenigen Tipps unterstützen, die passende Tonart zu treffen:

  • Nehmen Sie sich Zeit: Qualitativ herausragende Kommentare sind sorgfältig formuliert, klar und differenzierend, beschreiben kurz und bündig Ihren Standpunkt.
  • Ihr Kommentar sollte für einen neuen Blickwinkel, eine neue Information, ein neues Detail in der Diskussion sorgen. Wiederholungen vorhandener Meinungen sind eher unbrauchbar, da sie auch nicht dafür sorgen, dass über den Kommentar weiter diskutiert wird. Und das sollte bestenfalls passieren.
  • Begegnen Sie dem Motiv oder der Absicht des Bloggers oder Kommentators – greifen Sie diesen aber nicht an. Gelassenheit und Freundlichkeit sorgen für ein angenehmes Feld, das auch dem weiteren Austausch – und Schlagabtausch – entgegenkommt. Zudem unterstreicht es ein positives Image und begleitet die Expertise im Branchenumfeld.
  • Formatieren Sie Ihren Kommentar genauso, wie Sie ein Posting üblicherweise setzen würden. Beim Lesen ist dies angenehm und erwünscht.

– Im Posting Teil 2 zu diesem Thema wird es darum gehen, wie Sie beständig Anreize schaffen können, mehr Kommentare zu hinterlassen.

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