E10-Sprit: 7 Kraftstoff-Informationsangebote und Social Media

Welcher Kraftstoff ist der richtige für mein Auto? Seitdem der neue E10-Sprit für Fahrzeuge in Deutschland eingeführt worden ist, kursieren unterschiedliche  Informationen von Bundesregierung, Organisationen, Automobil-Verbänden und -Institutionen. Abseits der Diskussion über Akzeptanz, Eignung und Verfügbarkeit geben wir einen Überblick zu nützlichen und informativen Quellen, auch zu Angeboten in Social Media. Dabei betrachten wir neben den verfügbaren Plattformen und Kanäle auch Dialogbereitschaft in der Öffentlichkeit und technische wie zeitliche Erreichbarkeit.

Hier kommt unsere Übersicht zu sieben großen Angeboten, die für verbindliche und seriöse E10-Informationen aus erster Hand stehen (sollten):

1. ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club)

Der ADAC als Interessenverband deutscher Autofahrer platziert das Thema auf der Startseite in der aktuellen Info-Box mit zwei Verlinkungen.  Inhaltlich sind die Formulierungen so gewählt, dass Verantwortung zugewiesen („E10: Industrie jetzt in der Pflicht“) und der Status quo der öffentlichen Wahrnehmung dargestellt werden („E10-Kraftstoff verunsichert Autofahrer“). Ein Angebot zur Info der Mitglieder wird hierbei nicht ganz deutlich. Erst im Teaser-Text selbst ein imperativer Hinweis darauf, „Was Sie wissen sollten“.

 

Im ADAC Testblog werden Informationen und eine Umfrage angeboten. (Mit #E10 getaggte Postings bilden nicht nur Artikel im ADAC-Blog ab, sondern zeigen E10-Beiträge aller gehosteten Blogs im deutschen WordPress.) Die Mitgliederzeitschrift ADAC Motorwelt twittert @motorwelt zu E10, um zur weiteren Diskussion auf das ADAC-Blog verweisen. Auf Facebook betreibt der ADAC kein aktives Angebot. Statt einer Seite gibt es einen automatischer Eintrag, auf der Einträge mit ADAC-Erwähnung zusammenlaufen.

2. Greenpeace

 

Greenpeace informiert auf einer aktuellen Seite im Nachrichtenbereich über E10 mit News und Links auf Publikationen. In Social Media bietet Greenpeace umfassend unter anderem auf Facebook, Twitter (@greenpeace_de) und YouTube einen offenen Dialog und Infos.

3. Bundesregierung

Auf der Startseite des Internetauftritts REGIERUNGonline, verantwortet vom Presse- und Informationsamt, ist das Thema ist momentan auf der Startseite als fester Informationsinhalt verankert. Daneben steht (zufällig) zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Übersicht ein aktueller Tweet von Regierungssprecher Steffen Seibert über E10 an erster Stelle in der neu eingefügten Twitter-Box (Twitter Widget). Seit kurzem informiert Regierungssprecher Steffen Seibert auch auf Twitter @RegSprecher. In den bisherigen Tweets und Reaktionen darauf spielt E10 als Thema eine Rolle.

4. TÜV Süd

Ebenfalls in einer Pressemitteilung gibt die TÜV Süd AG zum E10-Sprit Empfehlungen für betroffene Autofahrer ab. Per Social Bar lässt sich die Info mit Kontakten in sozialen Netzwerken, darunter Facebook, Twitter, MySpace und Google, teilen. Einen Hinweis auf weitere Social Media-Angebote des TÜV Süd gibt es nicht. Auf der offiziellen Facebook-Seite des TÜV Süd Auto Service ist eine Info mit Link zur DAT-Liste eingestellt. Weiteren Dialog gibt es nicht, da die Plattform bislang One-Way genutzt.

5. DAT

Die Deutsche Automobil Treuhand, kurz DAT, bietet als grundlegende Informationen über die E10-Verträglichkeit bei Fahrzeugen den Link zu einer aktuellen Broschüre (PDF-Download). Es gibt es ein konventionelles, sachlich-fundiertes Online-Angebot für Verbraucher. Daneben existieren keine Möglichkeiten, online bzw. social zu kommunieren. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass die Institution von drei Verbänden der Automobilwirtschaft (VDA, VDIK, ZDK) getragen wird und über keine Aufgabe und Affinität verfügt, Kommunikation oder Marketing zu betreiben.

6. Mineralölwirtschaftsverband (MWV)

Der MWV, als nationaler Verband der Hersteller von Autokraftstoffen, stellt sein Informationsangebot zu E10 auf die Startseite. In Social Media ist der Verband nicht aktiv.

7. Verband der Automobilindustrie (VDA)

Online-Angebot für VerbraucherDer Online-Angebot für Verbraucher, Zusammenschluss der Autohersteller in Deutschland, informiert in einer Pressemitteilung über E10. Die Verlinkung des Icon auf der Startseite auf DAT (siehe Info unter Punkt 5. weiter oben) zur E10-Verträglichkeit funktioniert nicht. Es gibt die Möglichkeit, die RSS-Feeds zu abonnieren, weitere Angebote in Social Media gibt es nicht.

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One Comment

  1. Der sicherste Weg zu erfahren, ob man E10 tanken kann (wenn man es denn möchte), ist zu seiner Vertragswerkstatt zu fahren. Meine Werkstatt sagte mir, das Auto an sich könne E10 vertragen, aber nur mit vollsynthetischem Öl – ein Blick in die „Kranken“akte verriet, dass ich nur halbsynthetisches Öl beim letzten Ölwechsel erhalten habe. Also Finger weg von E10.
    Solche individuellen Aspekte bleiben bei Übersichten und Autolisten im Internet, ob via Community oder auf Fachportalen in aller Regel außen vor.
    Abgesehen davon sollte man mal berechnen, ob aufgrund des Verbrauchs E10 nicht tatsächlich teurer ist als z.B. Super plus für eine Strecke von 100 km …

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