Danke für die Aufmerksamkeit – Facebook

Einen passenden und starken Auftritt für die eigene Marke im Social Web zu schaffen, ist einer der wichtigsten Beweggründe für Unternehmen, in Social Media aktiv zu werden. Um fokussiert und inhaltlich passend einzusteigen, gibt es unzählige Instrumente und Plattformen.

Momentan scheint jedoch nichts populärer als Facebook und Twitter zu sein. Obwohl beide rasante Zahlen an täglichen Nutzer aufweisen, gibt es einige bedeutsame Unterschiede bei der Nutzung. Diese zu kennen, um höchstmögliche Aufmerksamkeit zu gewinnen, ist ein erster wichtiger Schritt Richtung wertschöpfendem Einsatz.
Den Auftakt zu dieser kleinen Reihe bildet

Facebook

Mit mehr als 400 Millionen Nutzern scheint Facebook offenbar der richtige Einstiegspunkt zu sein, um überhaupt eine erste Präsenz zu zeigen und Einfluss aufzubauen. Aber ist die Plattform wirklich das Richtige für Ihre Marke?

Chancen

  • Gemeinsame Sache: Facebook-Seiten ermöglichen es, den eigenen Kunden sich an einer Stelle über die gemeinsamen Interessen für das Produkt oder die Dienstleistung auszutauschen bzw. Interessantes darüber mitzuteilen.
  • Es ist angerichtet: Facebook erlaubt es, Dialoge und Engagement in einem passenden Umfeld stattfinden zu lassen. Dieser Austausch kann im Kommentar-Bereich Ihrer Statusaktualisierungen oder im Bereich Aktualisierungen für Foto, Link und Video ablaufen.
  • Weitersagen voreingestellt: Wenn einem Teilnehmer eine Seite gefällt, fließt die Information darüber in die Live-Feeds der Kontakte dieses Nutzers ein. Es entsteht also eine reelle Chance, dass dessen Kontakte sich anschauen, was für eine Seite der Freund so gut fand, um ihr beizutreten. Dies eröffnet weitere vernetzende Gelegenheiten, wobei Facebook regelrecht viral für eine Marke wirkt.
  • Passiert, notiert: Facebook-Seiten liefern wertvolle Einblicke in die Nutzung, was ermöglicht, Statusaktualisierungen oder gepostete Links gezielt inhaltlich einzusetzen.
  • Ein Selbstläufer: Der Erfolg einer Seite hängt nicht notwendigerweise davon ab, ob eigene Inhalte erstellt und verbreitet werden. Eine Facebook-Seite kann sich – unter positiven Umständen – selbst erhalten und dadurch wachsen, dass die Teilnehmer eigene Informationen auf die Seite stellen, Quellen verlinken und erörtern, welche sie beachtenswert finden.

Risiken

  • Wohldosiert statt Holzhammer. Auch Fans einer Seite bei Facebook könnten genervt sein. In der Regel haben sie nicht die Geduld, mehrere Aktualisierungen am Tag zu ertragen. Der Grund dafür ist, dass, anders als bei Twitter, ein Statusmeldung möglicherweise für ein paar Stunden in der Neuigkeiten-Ansicht des Nutzers verbleibt (natürlich ganz abhängig davon, wie viele Kontakte-Updates einfließen hat und wieviele Seiten mitverfolgt werden). Wenn ein Nutzer sich seinen Neuigkeiten-Seite ansieht und er darin fünf oder sechs Aktualisierungen allein von Ihrer Seite hat, könnten Sie ihn am Ende sogar als Mitleser verlieren. Es gibt also einen schmalen Grat bei Facebook zwischen dem Informieren von Mitgliedern gegenüber einem unerwünschten Überfluten mit Nachrichten.
  • Schwer zu teilen. Facebook hat keine Wiederholungsfunktion, ähnlich dem Retweeting bei Twitter. Daher können Mitleser, wenn ihnen etwas gefällt, was zuvor gepostet wurde, eben nicht direkt mit ihren Kontakten teilen. In der Regel scheitert es daran, dass es zu aufwändig erscheint, die Inhalte gesondert unter eigenen Kontakte verbreiten.
  • Kleine Aktion, große Wirkung: Die Situation, dass Facebook-Teilnehmer eine Seite eigenen Kontakten vorschlagen, kann schon mehr sein, als irgendein Facebook-Nutzer je zu tun gedenkt. Die Vorschlagen-Funktion ermöglicht es Nutzern, durch die eigene Kontakte-Liste zu gehen und alle zu markieren, denen eine Seite vorgeschlagen werden soll. Angesicht digitaler Gepflogenheiten geht es ein wenig zu weit, die eigenen Freunde darum zu bitten, dies zu machen. Und letztlich wirkt es auch irgendwie ein wenig so, eine Menge unerwünschter Werbung zu verbreiten…
  • Transparenz oder Zensur? Was ein Fan auf die Seite einer Marke schreibt, bleibt dort dauerhaft erhalten. Dies bedeutet vielleicht eine schreckliche Vorstellung in manch vorstellbarer Situation rund um eine Marke, aber es ist das Beste, die Privatsphäre-Einstellungen so zu lassen wie sie sind – soll heißen: recht offen. Nach wie vor ist es wichtig zu verstehen, dass alles, was ein anderer Nutzer auf  die eigene Pinnwand schreibt, ganz gleich, ob positiv oder negativ, dort für alle sichtbar ist. Eine Kontrolle von Nachrichten ist bei Facebook fast nicht zu realisieren. Bei allem, was aktiv redigiert und moderiert wird, sollte die Löschen-Funktion nicht zum Einsatz kommen. Es ist einfach eine Frage des Selbstverständnisses – sofern der Eintrag nicht unter die Rubrik „Melden“ fällt, allenfalls im Zusammenhang mit Unangemessenheit, Gewaltandrohung oder allzu plumper Werbung.

Diese Reihe über große Social-Media-Kommunikationsangebote wird mit Fokus auf Twitter fortgesetzt.

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