Auch Murdoch aggregiert Fremd-Content

Rupert Murdoch agitiert gegen Google und andere Content-Aggregatoren, weil sie seinen Content „klauen“ und nichts dafür bezahlen. Das zeugt zum einen davon, dass er genauso, wie viele andere Verleger auch, das Internet nicht verstanden hat (wo soll denn sonst der Traffic herkommen?). Aber es kommt noch besser. Techdirt hat sich auf ein paar von Mordochs News-Corp-Sites umgesehen und was haben die Autoren dort, unter anderem in der Tech-Rubrik des Wall Street Journal online gefunden? Genau: „geklauten Content“!

Wir haben uns das genauer angesehen und tatsächlich einen Kasten mit aggregiertem Content anderer Sites gefunden (siehe Screenshot rechts). Noch besser: Das Wallstreet Journal nimmt hierbei die Leistungen des Aggregations-Dienstleister OneSpot in Anspruch. Ein Startup, der ausschließlich – nach Verleger-Lesart – von „Content-Klau“ lebt.

OneSpot über sich selbst:

OneSpot aggregates, filters, and prioritizes the best content, curated by you. The company’s patent-pending Publishing as a Service™ platform provides a fundamentally new and better model for media sites, traditional publishers, business brands and bloggers to leverage third party content that drives site traffic, audience engagement, SEO performance and email response rates.

Sieht so aus, also ob Murdochs Leute das Web besser verstanden haben als er selbst.

Posted in Branchen und Industrie, Medienwirkung and tagged , , , .

Kommentar verfassen